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Etwas gebremste Fleischeslust

06.02.2012 (AMI) Die Privathaushalte in Deutschland haben im Jahr 2011 gegenüber dem Jahr zuvor etwas weniger Fleisch und Wurst eingekauft. Fleisch insgesamt verzeichnete gemäß des GfK/AMI Haushaltspanels einen verminderten privaten Einkauf von 2,2 %, gleichzeitig mussten Verbraucher aufgrund höherer Rohstoffpreise 6, % mehr Geld an den Kassen für die Ware ausgeben, teilt die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) mit.

Frisches Schweine- und Rindfleisch wurde 2011 gegenüber der Vorjahreslinie um 9,4 % bzw. 4,4 % teurer, weshalb auch sicherlich die Einkaufsmengen sich um jeweils leicht mehr als 2 % ermäßigten. Auch Fleisch- und Wurstwaren wurden mit einem leichten Plus von knapp 2 % etwas teurer. Relativ stabil blieb hingegen die private Nachfrage (-0,7 %). Geflügelfleisch verlor das zweite Jahr in Folge an Zuspruch. Der Abverkauf von frischem Geflügel ging im November und Dezember um 7 % bzw. 11 % zurück.

Aufs gesamte Jahr hochgerechnet mussten Verbraucher für Geflügelfleisch 8 % tiefer in die Tasche greifen. Entgegen dem Trend tritt Kalbfleisch in Erscheinung, das offensichtlich etwas stärker favorisiert wurde: trotz um 6 % gestiegener Verbraucherpreise legten die deutschen Verbraucher 9 % mehr Kalbfleisch als im Jahr zuvor in ihrem Einkaufskorb. Dass die Verbraucher nicht immer genau preissensibel reagieren, zeigte sich im Abverkauf des im Trend liegenden Hackfleisches. Im letzten Quartal von Oktober bis Dezember schränkten die Konsumenten die um 5 % bis 12 % stetigen Preiserhöhungen ihren Einkauf kaum ein, sondern legten diese Ware im Vergleich zum Vorjahr häufiger aufs Kassenband. Im September und Oktober lag das Plus bei 7 % und 6 %. Fürs Kalenderjahr hochgerechnet konnten diese positiven Verkaufszahlen den Rückgang vom ersten Quartal 2011 nicht ausgleichen, weshalb unterm Strich der Absatz um leicht mehr als 2 % schrumpfte.

Redaktion: Renate Bergmann

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