Weniger Salate aus Frankreich
16.02.2012 (AMI) In Frankreich ist der Anbau von Kopfsalaten und Endivien für die aktuelle Saison nach Angaben des französischen Landwirtschaftsministeriums ohnehin kräftig zurückgefahren worden, nun werden die kleineren Erntemengen noch durch Frostschäden dezimiert.
Die Anbaufläche für Kopfsalate für die Winterkampagne 2011/12 ist in den französischen Anbauregionen um sechs Prozent auf 4.500 Hektar eingeschränkt worden, der Anbau von Endivien sogar um zwölf Prozent auf 1.000 Hektar. Man hatte einen Produktionsrückgang in entsprechender Größenordnung erwartet. Der Winteranbau beider Salate ist auf den Südosten konzentriert. Dort ist es mit dem Wintereinbruch zu Schäden gekommen, die von den Landwirtschaftskammern für die Region Pyrénéé-Orientales mit Datum 9. Februar auf 10 Mio. Euro geschätzt wurden.
Bei Salaten hofft man, dass die Endiviensalate den eisigen Nordwind noch einigermaßen vertragen haben, bei den empfindlicheren Salaten sind die Ausfälle extrem. Aber nicht nur bei Salaten ist es zu Schäden gekommen. Besonders stark haben Artischocken unter dem Frost gelitten, der gesamte vegetative Teil über der Erde ist oft zerstört. Somit entfällt etwa die Hälfte des geschätzten monetären Verlustes auf Artischocken. Überhaupt hat die Verbindung von Kälte und Wind extreme Schäden verursacht. (si, agreste)
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