Fester Euro belastet EU-Weizen

26.01.2017 (AMI) – Volatile Weizenkurse können Vorwochenniveau nicht halten, Druck aus Übersee und fester Euro belasteten, Aussicht auf kleinere Weizenernte 2017 konnte nicht stützen.

Die Weizenkurse in Paris können sich für keine Richtung entscheiden. Am 25.01.2017 schloss der Fronttermin bei 169,50 EUR/t leicht unter Vortag und konnte damit auch das Vorwochenniveau nicht erreichen. Der Kontrakthandel hatte zuletzt auch spürbar abgenommen. Es fehlte an stützenden Impulsen, denn auch Chicago hatte schwächer geschlossen. Der Getreidemarkt ist geprägt von großer Unsicherheit, ausgelöst von den Ankündigungen des US-Präsidenten. Das Ende diverser US-Handelsabkommen und der Bau einer massiven Grenze nach Mexiko hat bereits dem Dollar unerwartete Schwäche beschert und damit dem Euro Auftrieb verliehen. Das hatte den größten Einfluss auf die Getreidepreise. Der Amtsantritt des neuen US-Präsidenten und seine Ankündigungen für mehr Handelsbarrieren hatten den Dollar auf Talfahrt geschickt. Der Euro legte in nur sechs Tagen rund 1,5 % an Wert zu und notierte am 23.01.2017 erstmals seit gut einem Monat wieder über 1,07 USD. Das führt zu schlechter Stimmung am EU-Exportmarkt. Denn der Abstand zur Vorjahresmenge wird immer größer. In der Vorwoche erreichte das Volumen rund 13,6 Mio. t und verfehlt die vergleichbare Menge 2015/16 um 3 %. Die Einschätzung der Analysten von Tallage, dass die EU-Weizenernte 2017 aufgrund von Auswinterung nur noch knapp 144 Mio. t erreichen könnte und die Schätzung des IGC, dass die globale Weizenproduktion 2017/18 ebenfalls nicht an das diesjährige Niveau heranreichen könnte, konnte keine stützende Wirkung entfalten. Der neuerntige September-Kontrakt in Paris zeigt seit einer Woche nach unten gerichtete Tendenz und verlor gegenüber Vorwoche mehr als 2 EUR/t.

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Beitrag von Wienke von Schenck

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