Belebung am Kassamarkt fehlt
30.01.2012 (AMI) Bei den stetig steigenden Kursen am Terminmarkt kommt auch langsam wieder mehr Interesse am Kassamarkt auf.
Der Handel hat seine Getreidegebote zur Wochenmitte um 2 EUR/t angehoben, bleibt aber skeptisch hinsichtlich der Beständigkeit. Während es beim Brotgetreide an Nachfrage mangelt, ist der Futtergetreidemarkt durch knappes Angebot geprägt.
Daher entwickeln sich die Preise uneinheitlich und nähern sich teils wieder an. Mühlen schließen lediglich Deckungslücken und bieten daher keine Impulse zur Marktbelebung. Inländische Mühlen meiden weiterhin Eliteweizen, so dass sich der Preisrückgang fortsetzt. Auch die innereuropäische Nachfrage lässt weiter auf sich warten. Daher laufen die Preise für Elite- und Qualitätsweizen aufeinander zu und weisen nur noch geringen Abstand zum Brotweizen auf. Braugerste wird lebhafter nachgefragt, wobei Mälzereien jetzt auch schwächere Qualitäten ohne Preisabschlag akzeptieren. Das inländische Angebot bei Futterweizen, Futtergerste und Futterroggen schwindet zusehends, denn auch am EU-Binnenmarkt herrscht rege Nachfrage, insbesondere nach deutschem Futterweizen. Dabei sorgen im knappen Markt bereits kleinere Anfragen für Preisbewegung. Die Aussicht auf anhaltende Nachfrage bleibt aufgrund der Lieferprobleme der Schwarzmeerregion positiv.
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