Volatile Ölsaatenkurse
07.02.2012 (AMI) Die Wettermärkte halten die Terminnotierungen im Griff. Dabei gesellt sich zu den spekulativen Bewertungen der südamerikanischen Sojaernten nun auch die Besorgnis über die Feldbestandsentwicklung in Südosteuropa und auch bei uns.
Der Temperatursturz, nicht immer gepaart mit Schneefall lässt das Risiko der Auswinterung steigen. Immerhin fehlt östlich der Linie Rügen-Dresden die Schneedecke. Aber ein paar Tage unter -10°C und nicht so hohe Tag-/Nachtdifferenzen beeinträchtigen den Raps eigentlich nicht.
Daher werden auch in Paris die Meldungen aus der Ukraine und Russland eher unaufgeregt betrachtet, während die Sojakurse mit Blick auf erneut nach unten korrigierte Ernteprognosen wieder nach oben schnellten. Die labilen Kurse und die kaum einschätzbare mittelfristige Marktentwicklung bremst den Handel mit Raps. Ölmühlen zeigen wenig Interesse und Erzeuger fordern mit Blick auf die knappe EU-Versorgungsbilanz mehr für ihre bereits sehr ausgedünnte Lagerware. Die Gebote ex-Ernte sind schlagartig um teils über 10 EUR/t angestiegen. Vor dem Hintergrund der ungünstigen Wetterlage wird seitens der Erzeuger allerdings nichts abgegeben.
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