AMI Rohstoff-Index im November wieder etwas fester

AMI Rohstoffindex November

07.12.2011 (AMI) Der Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH für die wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarprodukte hat sich im November 2011 um 1,5 Punkte befestigt und die Verluste aus dem Oktober wieder nahezu aufgeholt.

Weiter abbröckelnden Kurse für Getreide wurden durch höhere Erzeugerpreise für Schlachtschweine und Rinder mehr als ausgeglichen. Mit 139,5 Punkten bewegte sich der Wert für die 13 im Index enthaltenen Agrarprodukte im langfristigen Vergleich zudem weiter auf hohem Niveau. Auch wird die Vorjahreslinie um 9,5 Punkte oder 7,3 Prozent übertroffen.

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Gegenüber Oktober steigende Kurse registrierte die AMI insbesondere bei Schlachtschweinen mit einem Plus von 4,5 Prozent, deren Fleisch hervorragende Absatzmöglichkeiten durch den flotten Drittlandsexport hatte. Bei Schlachtrindern zogen die Preise aufgrund der regen Nachfrage für das kommende Weihnachtsgeschäft weiter an; so verteuerten sich Jungbullen im Monatsmittel um 3,5 und Schlachtkühe um 2,8 Prozent. Stabil blieben die Preise vom Oktober zum November bei Milch (+0,3%) und Geflügelfleisch (+0,0%).

Dagegen setzen die Preise für pflanzliche Agrarprodukte im November ihre Abwärtsentwicklung weiter fort. Das reichliche Angebot an Körnermais notierte um 3 Prozent schwächer und bei Brotweizen fielen die Preise im Schnitt um 2 Prozent, und zwar ausgelöst durch eine extrem schwache Nachfrage, auch im Exportgeschäft. Andere Futtergetreide ermäßigten sich angebotsbedingt im Preis nicht so stark; bei Futterweizen war es minus 1,3 und bei Futtergerste minus 0,7 Prozent zum Vormonat.

Für den Dezember rechnen Marktteilnehmer mit unterschiedlichen Tendenzen. Während das Angebot an Getreide und Ölsaaten bei schwachem Absatz noch weiter unter Preisdruck stehen dürfte, wird bei Schweinen und Milch mit anhaltend stabilen Preisen gerechnet. Bei Schlachtrindern wird es jedoch bei wieder deutlich rückläufiger Nachfrage zu Preisrücknahmen kommen.

Redaktion: Klaus Baumann

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