AMI Rohstoff-Index im September leicht fester

AMI Rohstoffindex September 2011

06.10.2011 (AMI) Der Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH für die wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe hat sich im September 2011 leicht um 0,4 Punkte befestigt.

Mit 139,2 Punkten bewegte sich der Wert für die 13 im Index enthaltenen Agrarprodukte im langfristigen Vergleich zudem weiter auf hohem Niveau. Der bisherige Rekordwert vom Frühjahr 2008, als der Index auf fast 144 Punkte geklettert war, dürfte vorerst jedoch nicht erreicht werden.

Bei vielen Produkten überwogen im September stabile Tendenzen. Vor allem bei Milch sowie Schweine- und Geflügelfleisch registrierte die AMI im September weitgehend unveränderte Kurse, während rückläufige Preise bei Kühen größtenteils durch festere Jungbullenpreise ausgeglichen wurden.

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Im Bereich der pflanzlichen Agrarprodukte legten die Preise im September überwiegend zu. Vorreiter war insbesondere Brotroggen, der wegen der diesjährigen Ertrags- und Qualitätsprobleme knapp und gesucht ist und von den Lagerhaltern nur gegen kräftige Preisaufschläge abgegeben wurde. Auch die Weizenpreise konnten sich im vergangenen Monat leicht von den Augustkursen abheben, ähnliches galt für Raps. Körnermais verbilligte sich dagegen, was weniger mit nachlassenden Kursen  bei der alterntigen Ware zu begründen war, vielmehr kamen zum Monatsende die ersten neuerntigen Partien zu deutlich günstigeren Konditionen auf den Markt.

Für den Oktober rechnen Marktteilnehmer mit insgesamt stabilen Preisen für Fleisch und Milch. Bei  Getreide und Ölsaaten dürften jedoch Preisrücknahmen überwiegen. Der im September begonnene Sinkflug an den internationalen Terminbörsen war bisher noch nicht vollständig an den Kassamärkten eingepreist und dürfte im weiteren Monatsverlauf für mehr oder weniger deutlichen Preisdruck bei Getreide und Raps sorgen.

Die AMI hat den Index für die Preisentwicklung bei den wichtigsten Agrar- und Nahrungsmittelrohstoffen in Deutschland entwickelt, um für mehr Transparenz an den landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten zu sorgen. Dieser Index umfasst die wichtigsten landwirtschaftlichen Hauptprodukte und ist dadurch ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik in der deutschen Landwirtschaft. Der Index wird monatlich veröffentlicht.

Redaktion: Marko Stelzer

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