Rohstoffpreise ziehen über den Jahreswechsel deutlich an
11.01.2011 (AMI) Die Preise an den globalen Agrarmärkten sind über den Jahreswechsel weiter geklettert und befinden sich teilweise auf Rekordniveau. Zuletzt haben sich vor allem Milchprodukte sprunghaft verteuert. Gleichzeitig zogen auch die Preise für Sojabohnen und Raps sowie für Rinder und Schweine an den internationalen Handelsplätzen an. Weizen, Mais und Gerste haben ihr vergleichsweise hohes Niveau mehr oder weniger gehalten. Dagegen notierten Zucker und Kakao schwächer.
Im Zuge der Preissteigerungen für viele Agrarrohstoffe setzte sich auch die Aufwärtstendenz beim CRB-Index weiter fort. Zuletzt übersprang er sogar das Vorkrisenniveau von Mitte 2008 deutlich. Dagegen war beim Transportkostenindex Baltic Dry ein scharfer Rückgang zu verzeichnen. Der Baltic Dry gilt als wichtiger Indikator für die weltweite Nachfrage nach agrarischen und fossilen Rohstoffen. Damit scheint sich der Bedarf an Frachtkapazitäten weiter abgeschwächt zu haben. Der Höhenflug der Agrarpreise dürfte damit vor allem im knappen Angebot und weniger in einer die Transportmöglichkeiten übersteigenden Nachfrage begründet sein.
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