Unruhe am Markt für Düngemittel
02.03.2011 (AMI) - Der internationale Düngemittelmarkt kommt nicht zur Ruhe. Nachdem die Ereignisse in Ägypten und Tunesien im Januar und Anfang Februar den Markt im Endeffekt nur wenig beeinflussten, spekuliert man nun über die Wirkung der Revolution in Libyen.
Immerhin exportiert Libyen Harnstoff in Größenordnungen und aktuell sind Produktion und Transport zum Erliegen gekommen. Wichtiger ist allerdings der Einfluss Libyens auf den Ölpreis. Das Land ist ein großer Produzent und Exporteur und der Preis für Nordseeöl ist aufgrund der anhaltenden Unruhen nun schon länger deutlich über der Marke von 100 US-Dollar je Fass. Langfristig höhere Energiepreise würden auch den ohnehin schon festen Düngemittelpreisen neuen Aufwind verleihen.
Zusätzliche Unruhe ist in den Düngemittelmarkt zuletzt durch das extreme Auf und Ab der Getreide- und Ölsaatenpreise gekommen. Aktuell sind die Weizen- und Maispreise auf Richtungssuche. Dabei haben sich die fundamentalen Faktoren für die langfristige Preisentwicklung am Getreide- und Ölsaatenmarkt nicht wirklich verändert. Die Voraussetzungen für eine baldige Preiserholung sind gut, da die Märkte weiterhin knapp versorgt sind. Auch hier gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich Düngemittel in Kürze verbilligen könnten.
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