AMI-Strukturdatenerhebung: Bio-Bodennutzung und –Tierhaltung 2010 ermittelt
14.02.2012 (AMI) Die deutschen Bio-Landwirte haben im Jahr 2010 ihre Anbauflächen für Gemüse, Proteinpflanzen und Wein erweitert. Außerdem erzeugten sie deutlich mehr Milch und Geflügelfleisch als im Vorjahr.
Die Flächen für Kartoffeln und Getreide fielen dagegen geringfügig kleiner aus. Das zeigen aktuelle Zahlen der Strukturdatenerhebung zum Ökolandbau in Deutschland, welche die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) im Rahmen des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) ermittelt hat.
Danach dehnten die Bio-Gemüsebauern ihre Flächen um knapp zwei Prozent aus, wichtigste Kultur waren mit Abstand Möhren. Damit werden knapp elf Prozent der Gemüseflächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet. Besonders deutlich fiel das Wachstum im ökologischen Weinbau aus. Nach einer deutlichen Flächenausdehnung in den Vorjahren wurden die Bio-Rebflächen im Jahr 2010 nochmals um mehr als zehn Prozent erweitert, auf insgesamt 5.200 Hektar. Auch die Apfelbauern vergrößerten ihre Anbauflächen um mehr als drei Prozent auf 3.100 Hektar. Das entspricht fast zehn Prozent der deutschen Apfelanbaufläche.
Ein deutliches Plus verzeichneten auch die Bio-Milcherzeuger. Sie lieferten 2010 neun Prozent mehr Milch an. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Milchkühe um zehn Prozent. Der Anteil von Bio-Milch an der gesamten Milchproduktion in Deutschland liegt damit bei zwei Prozent. Auch die Zahl der gehaltenen Legehennen wurde deutlich, um mehr als zehn Prozent ausgebaut. Ähnlich hoch fiel der Anstieg bei Bio-Masthähnchen und Bio-Gänsen aus.
Leicht rückläufig waren dagegen die Anbauflächen für Bio-Getreide und Bio-Kartoffeln. Bei Getreide wird auf mehr als einem Viertel der Getreideflächen Roggen angebaut, gefolgt von Weizen. Während die Roggenflächen nach einem Roggenüberschuss in der Ernte 2009 um zehn Prozent zurückgingen, wurden die Weizenflächen um weitere acht Prozent ausgedehnt. Bei Kartoffeln fielen die Erträge 2010 geringer aus als in den Vorjahren. Für 2011 geht man trotz leicht rückläufiger Anbaufläche von einer etwa zehn Prozent höheren Bruttoproduktion aus.
Die gesamte Erhebung finden Sie ab sofort online hier.
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