Schlechtes Wetter ließ 2010 die Preise für Nahrungsmittel steigen
28.01.2011 (AMI) Die Preise für Nahrungsmittel sind im Jahr 2010 kräftig gestiegen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) waren frische Lebensmittel 2010 um 2,3 Prozent teurer als 2009. Allerdings waren Lebensmittel im Jahr 2009 infolge guter Ernten und eines Preiskampfs im Lebensmitteleinzelhandel sehr günstig.
Die Ursache für die Preissteigerungen im Jahr 2010 bei Obst (+3,5 Prozent), Gemüse (+12,9 Prozent) und Kartoffeln (+12,8 Prozent) waren Wetterkapriolen. Ein langes und kaltes Frühjahr, Hitze und Trockenheit im Juni und Juli, ein sehr nasser Herbst und ein früher Wintereinbruch sorgten im Obst- und Gemüseanbau für erschwerte Anbau- und Erntebedingungen. Geringere Ernten ließen in der Folge die Preise steigen.
Es gab aber auch Produkte, die trotz stark gestiegener Rohstoffpreise billiger wurden. So lag der Erzeugerpreis für Brotweizen im Dezember 2010 rund 104 Prozent über dem Vorjahr, Weizenmehl (T405) kostete im Lebensmitteleinzelhandel aber 36 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch Rapsöl wurde im Laufe des Jahres 2010 immer teurer und lag im Dezember rund 66 Prozent über dem Vorjahr. Der Handel senkte aber den Preis für Margarine Anfang Oktober 2010 um zehn Prozent.




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