Preiserhöhungen für viele Bio-Produkte
Bonn, 08.02.2012 (AMI) Bio-Landwirte in Deutschland erhielten 2011 wieder mehr Geld für viele ihrer Produkte. Zwei kleine Getreideernten in Folge, gestiegene Produktionskosten verbunden mit anhaltend hoher Nachfrage haben die Erzeugerpreise für Bio-Getreide, -Fleisch, -Milch und -Eier im Laufe des Jahres 2011 ansteigen lassen.
Dabei ist das Angebot bei allen tierischen Produkten größer geworden.
Nach langer Preisstabilität mit ca. 2,90 EUR/kg Schlachtgewicht für E-Schweine kam im Herbst 2011 Bewegung in den Bio-Mastschweinemarkt. Verschiedenste Vermarkter haben ihre Aus-zahlungspreise um 5 bis 15 Cent/kg erhöht. Viele zahlen für die E-Schweine zum Jahresende 3,05 bis 3,15 EUR/kg Schlachtgewicht oder mehr – einige sogar pauschal ohne Preismaske. Im Schnitt erreichte der Preis bei den am AMI-Panel teilnehmenden Unternehmen im Dezember 3,13 EUR/kg.
Bei Bio-Milch ist sowohl die Nachfrage als auch Anlieferungsmenge 2011 in ähnlichem Umfang um ca. 10 % gestiegen. Die Bio-Milchpreise sind 2011 im Laufe des Jahres weiter angezogen und erreichten im Dezember 43,7 Cent/kg. Der Preisanstieg fiel jedoch geringer aus als bei konventioneller Milch. Der Abstand zwischen Bio- und konventioneller Milch hat sich deshalb auf weniger als 8 Cent/kg verringert.
Die Getreideernte fiel 2011 nach einer kleinen Ernte 2010 noch 3 % kleiner aus. Hinzu kamen Qualitätsprobleme in allen Regionen, in denen das Getreide vom sommerlichen Dauerregen betroffen war. Die Bio-Getreidepreise lagen im Herbst 2011 auf ähnlichem Niveau wie im Herbst 2010. Bei Brotweizen sind das beispielsweise knapp 400 EUR/t im Herbst 2011 (410 EUR/t im Herbst 2010). Für das erste Halbjahr 2012 wird ein stabiles Preisniveau erwartet.
Trotz der höheren Erzeugerpreise und der größeren Absatzmenge bleibt die wirtschaftliche Situation in den Produktionszweigen der tierischen Produktion angespannt. Die hohen Investitions- und Futterkosten verhindern bislang die Umstellung auf Bio in größerem Maße.
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