MUSTER - Markt aktuell Futtermittel- Stand 02.02.2012

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Regionale Markttendenzen auf Erzeuger- und Erfasserebene für den Monat Januar 2012

Schleswig-Holstein

Die Proteinkomponenten wie Sojaschrot und Rapsschrot haben sich aufgrund der gestiegenen Börsennotierungen auch vor Ort verteuert. Bei den Mischfuttermittelpreisen hatte man auch Preisnachlässe gehofft, insbesondere vor dem Hintergrund der erwarteten eher schwächeren Getreidepreise. Da die Getreidepreise aber sich stabil bis fest entwickelt haben, wurden die Preise auf dem bisherigen Niveau vorerst fortgeschrieben. Für die neuen Kontraktverhandlungen, die bereits begonnen haben, hofft man aber etwas günstigere Preise durchsetzen zu können. Es wird viel davon abhängen, wie sich die Getreidepreise in den nächsten beiden Wochen entwickeln werden. Die Abzüge bei allen Mischfuttermittelarten haben sich auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt, es sind keine Einbrüche oder zusätzliche Nachfragen festzustellen.

Mecklenburg-Vorpommern

Die in den letzten Monaten rückläufige Preistendenz für Futtermittel hat sich entgegen der Hoffnungen vieler Tierhalter nicht weiter fortgesetzt. Über den Jahreswechsel zogen die Notierungen für Getreide und Ölschrote deutlich an, was sich in den Forderungen für Mischfutter widerspiegelt. Die Handelstätigkeit verläuft ruhig. Kaufinteresse wird erst ab nächsten Monat erwartet, wenn die Februarkontrakte auslaufen. Die steil gestiegenen Ölsaatenkurse haben sich bei den Schrotpreisen bemerkbar gemacht. Eine ruhige Nachfrage nach Maissilage steht einem reichlichen Angebot gegenüber. Die Qualität der Maissilage aus der Ernte 2011 ist durchschnittlich, so sind z.B. die Energiegehalte teils deutlich niedriger als im Vorjahr.

Brandenburg

Geringe Handelstätigkeit prägt den Futtermittelmarkt in diesem Monat. Höhere Preise für Getreide und Eiweißkomponenten spiegelten sich in den Forderungen für Rinder-, Schweine- und Geflügelfutter wider. Nachgefragt wird hauptsächlich für den vorderen Bedarf, Terminlieferungen stoßen auf wenig Interesse. Das saisonale Ende mittelfristiger Kontrakte dürfte aber in Kürze zu einer Nachfragebelebung führen. Soja- und Rapsschrot verzeichneten im Januar einen kräftigen Preissprung nach oben. Dabei spiegelten sich vor allem die ungünstigen Ernteprognosen in Südamerika wider.

Niedersachsen West

Am Markt für Mischfuttermittel waren Anfang Januar vornehmlich noch unveränderte Preise für die verschiedenen Schweine-, Rinder- und Geflügelmischfuttermittel zu beobachten. Infolge der festen Tendenzen an den Getreide- und Importkomponentenmärkten werden seitens der verschiedenen Hersteller allerdings gewisse Preiskorrekturen nach oben nun mehr nicht ausgeschlossen. Einige Handelsunternehmungen haben bereits leichte Preiserhöhungen für einzelne Futtermittel durchgesetzt. Wenn die feste Tendenz im Getreide- und Sojabereich weiter anhält, dürften Preisbefestigungen unumgänglich werden.

Niedersachsen Ost

Marktlage Die Forderungen für Schweinemischfutter blieben weitestgehend auf unverändertem Niveau. Steigende Magermilchpulverpreise führen zu einem weiteren Anstieg des Milchleistungs- und Kälberaufzuchtfutters. Steigende Kurse für Soja- und Rapsschrot und zuletzt fester tendierende Getreidepreise verschlechtern die Aussicht auf weiter sinkende Mischfutterpreise. Sollte der Trend anhalten, sind seitens der Mischfutterindustrie Preisanhebungen nicht auszuschließen. Die Grundfutterpreise tendieren unverändert auf weiterhin hohem Niveau. Mangels Angebot wird Grundfutter kaum gehandelt.

Sachsen-Anhalt

Die Hoffnungen auf anhaltend schwache Preise auf dem Mischfuttermarkt gingen nicht in Erfüllung. Mit dem Blick auf die tendenziell festeren Rohstoffmärkte forderten Anbieter mehr. Auch im neuen Jahr wird seitens der Käufer noch Zurückhaltung geübt. Terminkäufe werden kaum getätigt, es wird allenfalls der vordere Bedarf gedeckt. Die milde Witterung schwächt die ohnehin schleppende Nachfrage weiterhin ab. Die Forderungen für Raps- und Sojaschrot haben in der zweiten Januarwoche angezogen.

Westfalen

Futterhafer, Soja- und Rapsschrot sowie Futtermittel für Ferkel, Sauen und Mastschweine haben preislich geringfügig zugelegt. Die Mischfutterhersteller haben sich für die ersten Wochen des Jahres mit Sojaschrot eingedeckt und hoffen auf einer Entspannung am Markt für Eiweißfuttermittel. Die Mischfutterhersteller erwarten angesichts des bisher milden Winters einen insgesamt geringeren Mischfutterbedarf.

Nordrhein

Futterhafer, Körnermais sowie Soja- und Rapsschrot haben sich im Vergleich zu den letzten Wochen wieder verteuert. Milchaustauschfutter für Aufzuchtkälber (mit 30% Magermilchanteil) und Milchleistungsfutter wurden etwas günstiger angeboten. Insgesamt betrachtet hat sich das Preisniveau für Futtermittel wieder befestigt. Die weitere Preisentwicklung für Eiweißfuttermittel hängt stark von den Wettermärkten in Südamerika ab.

Baden-Württemberg

Raps- und Sojaschrot zeigen auf Grund von fehlenden Niederschlägen in Südamerika eine anhaltend feste Tendenz. Die Mischfutterindustrie fragt nur zögerlich nach. Die Nachfrage nach Proteinfuttermitteln Seitens der Landwirte beschränkt sich auf dringende vordere Bedarfsgeschäfte. Die Rübenkampagne der süddeutschen Zuckerfabriken werden zum Ende der 3. Kalenderwoche abgeschlossen.

Thüringen

Der Handel mit Futtermitteln ist ruhig. Anbieter haben ihre Forderungen infolge höherer Rohstoffpreise angehoben. Es gibt immer wieder Nachfrage, gekauft werden aber nur Kleinmengen um Versorgungslücken zu schließen. Demnächst wird mit Nachfragebelebung aufgrund mangelnder Anschlusskontrakte gerechnet. Die Preise für Ölschrote sind im Zuge sehr fester Terminkurse steil angestiegen. Für Magermilchpulver sind zum Anfang des Jahres feste Tendenzen zu beobachten. Marktbetei-ligte gehen in den kommenden Wochen von stabilen bis festen Futtermittelpreisen aus.

Sachsen

Der ruhige Handel mit Mischfutter setzt sich auch im Januar fort. Es wird von einem weitgehend unveränder-ten Abrufvolumen gesprochen, hauptsächlich zur Bedienung bestehender Kontrakte. Die Forderungen weisen vor dem Hintergrund fester Rohstoffpreise steigende Tendenz auf. Die Ölschrotnotierungen haben deutlich angezogen. Maissilage ist zu stabilen Preisen zu erhalten.

Bayern

Mischfutter Der Eiweißmarkt (überwiegend Soja) zog zuletzt die Preise für Futtermittel generell mit nach oben. Momentan sieht man diesen Trend alleridngs wieder gebremst. Auch große Maisernten könnten im Energiesektor zu wieder günstigeren Preiskalkulationen der Mischfutterindustrie führen. Aus diesem Grund fehlt es von Seiten der Futtermittelindustrie weiterhin an Angeboten für Termingeschäfte bzw. längerfristige Kontrakte sowohl im Sojabereich als auch bei Mischfuttermitteln. Man lebt sozusagen "von der Hand in den Mund". Lediglich im Geflügelsektor werden Kontrakte in der Regel für die gesamte Mastperiode geschlossen. Insgesamt war der Januar von auslaufenden Termingeschäften geprägt. Der Preisanstieg für Eiweißfutter sollte sich in Grenzen halten. Bei spürbaren in nächster Zeit aus sind möglicherweise Termingeschäfte bis April sinnvoll. Bleiben deutliche Preisrückgange in nächster Zeit aus, ist sogar bis Mai mit überwiegend prompten Geschäften zu rechnen.

Hessen

Nachdem bis Mitte Dezember die Preise für Futtermittel - dem Schwächetrend am Getreidemarkt folgend - auf breiter Front noch nachgaben, tendieren die Preise inzwischen wieder etwas fester. Vor allem die Kurs-Rallye an den Börsen bei Protein- wie auch Energiekomponenten hat einzelne Hersteller bereits dazu bewogen, für einige Futtermittel die Preise etwas anzuheben. Nicht nur Mischfuttermittel haben sich daher teilweise leicht verteuert, vor allem bei Sojaschrot und Rapsschrot hat sich das Preisniveau erneut nach oben verschoben. Einzig im Rindviehfutterbereich folgten die Preise dieser Tendenz noch nicht. Für die weitere Preisentwicklung am Futtermittelmarkt dürfte entscheidend sein, wie sich die Futtergetreide- und Sojapreise in den nächsten Wochen entwickeln. Bei weiterhin festen Preisen dürfte sich der Preisauftrieb weiter fortsetzen, zumal die Futtermittel-Nachfrage weiter rege bleiben dürfte.

Quelle: AMI/LK

 
 
AMI natürlich informiert.