MUSTER - Markt aktuell Vieh und Fleisch - Stand 26.01.2012

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Knappes Aufkommen an Rindern wirkt preistreibend

24.01.2012

An der knappen Angebotssituation und der relativ guten Nachfrage nach weiblichen Rindern hat sich nichts geändert. Da das Aufkommen im Verhältnis zum Bedarf weiterhin als knapp einzustufen ist, tendieren die Erzeugerpreise leicht teurer.

Jungbullen sind in Ermangelung ausreichender Stückzahlen ebenfalls fester bewertet. Je nach erreichtem Preisniveau sind die Aufgelder zur Vorwoche leicht bis etwas stärker steigend. Bei Jungbullen verstärkt eine schwache Abgabereitschaft der Mäster und Viehhändler das ohnehin eng begrenzte Viehaufkommen. Das beschränkte Aufkommen an Rindern steht einem regen Wettbewerb der Schlachtbetriebe gegenüber. Davon profitieren die Erzeugerpreise. Im Norden ist der Wettbewerb um weibliche Schlachtrinder flott. Um keinen Rohstoffengpass zu riskieren, sehen sich etliche Schlachtereien einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Auf der Verkaufsseite ist wiederum zu spüren dass Rindfleisch zur knappen Ware geworden ist. Fleischvermarkter berichten, dass sich Anfragen von Kunden häufen, mit denen man vor Jahren geschäftlich zu tun hatte und von denen man lange nichts mehr gehört hat. Die Anfragen richten sich sowohl auf Ware für den Lebensmitteleinzelhandel als auch für Ware die Verarbeitung.

Höhere Kurse für Rindfleisch gefordert
Der Anstieg der Einstandspreise für Schlachtkühe und Bullen ist aktuell regional unterschiedlich stark ausgeprägt. Im Norden zieht der intensive Wettbewerb ums Vieh die Kurse für weibliche Schlachtrinder hoch. Im Wochenvergleich dürften Kühe im Schnitt um mindestens 5 Cent je kg Schlachtgewicht teurer geworden sein. Auch für Jungbullen lautet die Tendenz ähnlich wie bei Kühen. Im industriellen Verkauf ziehen die Preisforderungen für Fleisch aus dem favorisierten Vorderviertel an. Aber auch für Keulenteile verlangt man mehr Geld. Im Versand lässt der Streik von Spediteuren in Italien die Ausfuhr zur unkalkulierbaren Größe werden. Teils sind aufgrund der Lieferschwierigkeiten nach Italien und Griechenland die Schlachtungen etwas gedrosselt. Teils wird aber auch wieder in Erwartung normalisierender Handelsmöglichkeiten zügig geschlachtet. Im Rindfleischhandel ist Kuhware von mittelschweren Tieren derzeit bevorzugt gefragt. Ausschreibungen der Schweiz signalisieren einen relativ hohen Einfuhrbedarf. Für preisintensivere Ware, speziell Hinterviertel von schwereren Kuhhälften signalisieren Vermarkter leichte Preiszugeständnisse.

Redaktion: Matthias Kohlmüller

Schlachtungen in Deutschland 1) (Stück)
  Woche bis: Fortschreibung bis:
  22.01.2012 15.01.2012 23.01.2011 22.01.2012 23.01.2011
47.887 47.098 48.678 139.783 146.627
17.648 16.562 17.401 53.244 54.382
22.119 22.400 22.432 63.550 67.808
4.568 3.558 4.054 12.350 11.322
1) Nach Wochenmeldungen aufgrund 1. FlGDV.
Rinder: nach Schlachtgewicht und Handelsklassen abgerechnet; vorl.
Kälber: nach Schlachtgewicht abgerechnet (pauschal oder nach Handelsklassen). Meldung ohne MV/ BB!

Preisentwicklung für Schlachtvieh in Deutschland
(Euro/ kg SG frei Schlachtstätte, ohne MwSt.)
  Woche bis Dezember
  29.01.2012 22.01.2012 15.01.2012 30.01.2011 2011v 2010
geschätzt
3,80 3,75 3,74 3,54 3,78 3,74
3,51 3,46 3,44 3,26 3,48 3,35
3,40 3,38 3,37 3,02 3,33 3,04
3,12 3,10 3,08 2,58 2,97 2,56
3,01 2,96 2,92 2,43 2,79 2,39
3,43 2,38 2,35 1,90 2,28 1,87
5,01 5,01 4,89 4,98 5,00 4,82
Quelle: AMI, Landesstellen

Der Schlachtrindermarkt zu Wochenbeginn

23.01.2012

In Deutschland bleibt das Angebot an Schlachtrindern klein.

In Deutschland fällt das Angebot an Schlachtrindern im Vergleich zur Nachfrage weiterhin knapp aus, insbesondere Schlachtkühe sind gesucht. Die Abgabebereitschaft der Landwirte hat im Bullenbereich zwar etwas zugenommen, das zur Verfügung stehende Angebot trifft aber auf eine durchaus rege Nachfrage. Auf Grund der doche eher verhalteneen Rindfleischgeschäfte, sind Schlachtunternehmen nicht bereit jeden Preis zu zahlen. Im Wettbewerb um die Schlachttiere müssen aber zum Teil kräftige Aufschläge akzeptiert werden.

Auch in anderen EU-Ländern wird von einem kleinen Schlachtrinderangebot und verhaltenen Rindfleischgeschäften gesprochen.  Die Schlachtviehpreise bleiben mindestens stabil, wie in Spanien und Frankreich, teilweise, wie in Dänemark, werden auch deutlich höhere Preise gezahlt.

Preisempfehlung der VEZG für Schlachtrinder *
Meldung für Montag, den 23.01.2012
  Jungbullen Färsen Kühe
Hkl. O3 Hkl. R3 Hkl. O3 Hkl. R3 Hkl. O3 Hkl. R3 Hkl. P2
3,55 3,80 3,02 3,35 3,02 3,07 2,45
3,50 3,75 2,95 3,30 2,95 3,00 2,40
* Preise beziehen sich ab 2010 auf QS-Tiere
Quelle: Vereinigung der Erzeugergemeinschaften
 
 
 
AMI natürlich informiert.