Deutschland | Zitrusfrüchte | Einzelhandel

Orangen rücken stärker in den Fokus

06.12.2018 (AMI) – In den vergangenen Wochen standen bei den privaten Verbrauchern vor allem kleine Zitrusfrüchte, die sogenannten Easy Peeler im Fokus. Aufgrund der vergleichsweise hohen Temperaturen fiel die Nachfrage allerdings schwächer als in den Vorjahren aus. Spätestens mit der Nikolaus-Woche werden dann aber auch Orangen zunehmend nachgefragt. Die Zahl der Werbeanstöße für Orangen im LEH ist bereits in der 48. Woche deutlich gestiegen.

Bislang spielt die Witterung der Nachfrage nach Zitrusfrüchten in Deutschland nicht gerade in die Karten. Von einzelnen Frostnächten abgesehen war es Ende November und auch Anfang Dezember noch vergleichsweise warm. Ab dem kommenden Wochenende ist ein deutlicher Rückgang der Temperaturen angekündigt. Das dürfte dann auch die Nachfrage beflügeln. Umso mehr, da gerade eine erste Erkältungswelle durch Deutschland schwappt. In den vergangenen Wochen fiel der Anteil der Haushalte, die Zitrusfrüchte kaufen, allerdings sowohl bei Easy Peelern als auch bei Orangen noch niedriger aus als in den Vorjahren.

Die Nikolaus-Woche stellt einen ersten Vermarktungs- und Nachfragehöhepunkt für Zitrusfrüchte dar. Der LEH bewirbt sowohl Easy Peeler als auch Orangen entsprechend intensiv. So waren in der 49. Woche Orangen insgesamt 55-mal in den Werbezetteln des LEH vertreten. Einige Ketten haben dabei gleich mehrere verschiedene Aufmachungen beworben. Aufgrund der unterschiedlichen Aufmachungen liegen die Aktionspreise in weiter Spanne. Laut AMI Aktionspreise im LEH werden Orangen in der 49. Woche zu Preisen zwischen 0,73 und 2,66 EUR/kg beworben. Weder bezüglich der Anzahl der Werbeanstöße noch bezüglich der Preise gibt es große Unterschiede zum Vorjahr. Das spiegelt sich auch darin, dass die privaten Verbraucher ähnlich viel für Orangen bezahlen müssen wie im Vorjahr.

Easy Peeler sind in der 49. Woche insgesamt 64-mal in den Angebotsaktionen vertreten. Auch hier liegen die Aktionspreise in weiter Spanne zwischen 0,79 und 3,79 EUR/kg. Bei Easy Peelern liegen die Preise sowohl in den Aktionen als auch außerhalb etwas höher als im Vorjahr. Zuletzt mussten die Verbraucher knapp 14 % mehr bezahlen.

In den kommenden Wochen werden Zitrusfrüchte immer wieder in größerem Umfang in den Angebotsaktionen des LEH auftauchen. Insbesondere die Weihnachtswoche wird noch einmal ein wesentlicher Werbeschwerpunkt sein. Welche Ketten übernehmen dabei die Preisführerschaft, und wo wird Markenware in den Fokus der Aktionen gerückt? Diese Fragen lassen sich mit Hilfe der AMI Aktionspreise im LEH beantworten. Die AMI erfasst wöchentlich die Angebotsaktionen von mehr als 50 Ketten und deren Vertriebsregionen. Die Daten stehen bereits dienstags ab 13 Uhr zur Verfügung und sind damit der früheste Indikator für Preisbewegungen auf der Verbraucherebene. Egal ob Zitrusfrüchte oder andere Obst- und Gemüsearten. Auch Sie können mit den AMI Aktionspreisen arbeiten. Fragen Sie die AMI Marktexperten nach möglichen Aufbereitungen und Analysen.

Beitrag von Michael Koch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Login

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Brotgetreide | Marktversorgung

Brotgetreidemarkt wartet auf Impulse

13.12.2018 (AMI) – Wenn es Veränderungen am Brotgetreidemarkt gibt, dann in Form von noch weniger Geschäften als bisher. Dem Markt fehlen kurz vor Weihnachten jegliche Impulse, die auch die jüngsten USDA-Schätzungen nicht brachten. Die Preise sind weitgehend stabil.  Mehr

Deutschland | Tafeltrauben | Marktversorgung

Reichliches Angebot an Trauben setzt Markt unter Druck

13.12.2018 (AMI) – Der Markt für Tafeltrauben ist übersättigt. Da die Ketten des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) für ihre Werbeaktionen vor den Feiertagen bevorzugt auf Zitrusfrüchte zurückgreifen, sind Trauben aktuell weniger in den Aktionen präsent als sie es noch Mitte Oktober waren.   Mehr

Deutschland | Milchdauerwaren | Nachfrage

Ruhiger Marktverlauf bei Vollmilchpulver

13.12.2018 (AMI) –Vollmilchpulver wurde Mitte Dezember nach wie vor verhalten nachgefragt. Die Absatzsatzmöglichkeiten der Hersteller beschränkten sich dabei auf den Binnenmarkt, im Drittlandsgeschäft war Ware aus der EU weiterhin nicht wettbewerbsfähig.   Mehr