Deutschland | Kohlgemüse | Marktversorgung

Weiterhin hoher Absatz von Rosenkohl

07.01.2021 (AMI) – Die Nachfrage nach Rosenkohl bleibt weiter auf hohem Niveau. Die niedrigen Verbraucherpreise und zahlreichen Aktionen förderten den Absatz bereits im gesamten Saisonverlauf, sodass die Feldbestände bereits in großen Teilen abgeerntet sind.

Die Nachfrage ist auch in den Feiertagswochen nicht wirklich abgerissen. Lediglich kurz nach Weihnachten zeigte sich erwartungsgemäß eine kleine Nachfragedelle. Wochenmarkthändler und der Fachhandel hatten in der Silvesterwoche kleinere Mengen geordert. Für das bevorstehende Wochenende wird aber bereits wieder mit einer stärkeren Nachfrage gerechnet. Es bleibt dabei, dass Rosenkohl, gemessen an der Nachfrage, eines der Top-Produkte dieses Winters ist. Entsprechend gut sind die Feldbestände bereits abgebaut, zumal die Ernte von der Witterung her, uneingeschränkt möglich war. Je nach Region wird ein um 2 bis 3 Wochen früherer Saisonabschluss als im Vorjahr erwartet.

Preislich ergeben sich bislang kaum Veränderungen. An den Versteigerungen in den Niederlanden waren die Preise vor Weihnachten kurzfristig gestiegen. Zum Start in das neue Jahr sind die Preise aber wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückgekehrt. Auch an den deutschen Großmärkten liegen die Abgabepreise weitgehend auf dem Niveau wie vor den Feiertagen. Deutscher Rosenkohl wird im Schwerpunkt um 1,60 EUR/kg verkauft, der durchschnittliche Großhandelsabgabepreis für niederländischen Rosenkohl liegt bei 1,46 EUR/kg. Im mehrjährigen Vergleich liegen die Preise damit auf einem durchschnittlichen Niveau. Für die privaten Verbraucher war Rosenkohl um den Jahreswechsel rund 16 % günstiger als im Vorjahr. Damit dürfte auch der Preis zu der anhaltend starken Nachfrage beigetragen haben. Eine weitere Komponente sind die Angebotsaktionen im LEH, und die schließen nahtlos an das Vorjahr an. In der 1. Woche ist Rosenkohl bei 11 Ketten bzw. Regionalgesellschaften in der Werbung. Damit wird Rosenkohl zu ähnlichen Preisen aber deutlich häufiger beworben als in der Vergleichswoche des Vorjahres.

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Beitrag von Michael Koch
Marktexperte Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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