Europa | Fruchtgemüse | Strukturdaten

Saisonbedingter Rückgang der Tomatenernte

25.09.2025 (AMI) – Der Tomatenmarkt bewegt sich mit fortschreitender Jahreszeit in eine Phase des Übergangs. Produktionsmengen, Preisentwicklung und Nachfrageverhalten spiegeln zunehmend den saisonalen Wandel wider.

Aus den mitteleuropäischen Produktionen stehen weiterhin ausreichende Mengen Tomaten zur Ernte an. Mit den kürzeren Tagen und niedrigeren Nachttemperaturen nimmt die Ernte allerdings tendenziell ab bzw. die Reifegeschwindigkeit in den Kulturen verlangsamt sich. Trotzdem wird die Nachfrage im Schwerpunkt durch Ware aus dem Beneluxraum und der deutschen Produktion gedeckt. An den Veilingen des Beneluxraumes haben sich die Preise für Standardrispentomaten stabilisiert. Die Preise im kleinfrüchtigen Sortiment können sich bisher nicht nachhaltig aus der Talsohle befreien. Es fehlen Absatzimpulse, um den Preisverlauf zu pushen. Die Nachfrage zieht sich langsam, durchaus üblich im Herbst, zurück. Auf der Angebotsseite fallen die Mengen noch ansprechend aus.

Deutsche Tomaten noch häufig beworben

Noch haben die Supermarktketten und Discounter nur im sehr schmalen Umfang auf kleinfrüchtige Tomaten aus dem Mittelmeerraum umgestellt. Die Konkurrenz ist noch hoch und Ware lässt sich nur über den Preis platzieren. Bei den Supermarktketten und Discountern liegt der Angebotsschwerpunkt weiterhin auf der mitteleuropäischen Produktion, sichtbar auch in den Aktionen. Von den 48 Werbeanstößen in der 39. Kalenderwoche wird 5-mal mit marokkanischen und 2-mal mit spanischen Tomaten geworben. Deutsche Tomaten werden 22-mal in den Fokus gerückt. Standardrispentomaten werden 8-mal beworben, die Aktionspreise für niederländische Tomaten liegen bei 1,69 EUR/kg. Deutsche Standardrispentomaten werden zwischen 2,75 und 3,83 EUR/kg beworben.

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Beitrag von Gabriele Held
Marktexpertin Gartenbau
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