Deutschland | Fruchtgemüse | Nachfrage

Roma-Cherry-Tomaten liegen im Trend

24.03.2026 (AMI) – Bei keinem anderen Artikel in der Obst- und Gemüseabteilung ist die Produktvielfalt so groß wie bei den Tomaten. Unterschiedliche Formen, Größen und Farben sind meist zeitgleich zu finden. Unangefochten sind Tomaten die Nummer 1 im Gemüsesortiment, nicht nur bezüglich der Eingekauften Mengen, sondern auch gemessen an der Zahl der Angebotsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel. Doch wie sieht es im Sortiment aus?

Tomaten sind das mit Abstand am häufigsten beworbene Gemüse im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Cherry-Rispen-Tomaten machen unter den Tomaten in den Aktionen den größten Anteil aus. Wurden deutsche Tomaten beworben, handelte es sich 2025 dabei in 41 % der Fälle um Cherry-Rispen-Tomaten. Im Importangebot war ihr Anteil mit knapp 33 % etwas niedriger. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI-Aktionspreise im LEH. Auch in anderen Positionen unterscheiden sich die Angebotsaktionen für Importtomaten und deutsche Ware. So werden Cherry-Roma-Tomaten deutlich stärker aus Importen beworben, während im deutschen Angebot großfrüchtige Rispen-Tomaten häufiger in Aktionen landen.

Starker Trend bei der Nachfrage nach Roma-Cherry-Tomaten

In den vergangenen zehn Jahren sind die Einkaufsmengen der privaten Haushalte in Deutschland um durchschnittlich gut 2 % pro Jahr gestiegen. Das zeigt die Berechnung des linearen Trends auf Basis von Daten von YouGov CP Germany. Allerdings ist der Trend nicht im gesamten Sortiment positiv. Zu den Verlierern zählen runde Tomaten, großfrüchtige Rispentomaten und runde Cherry-Tomaten. Letztere wurden bei den Verbrauchern durch lose Roma-Cherry-Tomaten ersetz, bei denen der stärkste positive Trend zu finden ist. Auch Cherry-Tomaten an der Rispe, sowohl rund als auch lang, weisen gegenüber Tomaten einen leicht überdurchschnittlichen positiven Trend auf.

Wie reagieren die Verbraucher auf den erneuten Anstieg der Lebenshaltungskosten?

Als nach Beginn des Ukraine-Krieges die Lebenshaltungskosten in Deutschland stark gestiegen sind, war zu beobachten, dass viele Verbraucher zu niedrigpreisigen Produkten gewechselt sind. Große runde Tomaten anstelle von Cherry-Tomaten oder Blockpaprika anstelle von Snackpaprika. Nach einer kurzen Schwächephase waren die höherpreisigen Produkte wieder auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. Dennoch wird spannend sein zu sehen, wie sich die Verbraucher in den kommenden Wochen und Monaten verhalten werden. Die bewaffneten Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben bereits die Preise für Kraftstoffe stark steigen lassen. Damit wird die Lebenshaltung für die Verbraucher wieder teurer, was zu ähnlichen Verhaltensmustern führen könnte wie zu Beginn des Ukraine-Krieges. Die AMI-Marktexperten behalten die wichtigsten Entwicklungen im Auge, und das nicht nur auf Verbraucherebene, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sollten Sie Informationsbedarf haben, zögern Sie nicht, sondern vereinbaren einen Termin mit uns, so dass wir für Sie die beste Lösung finden können.

Beitrag von Michael Koch
Bereichsleiter Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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