Deutschland | Obst | Aktionspreise

Nachfrage nach Wassermelonen profitiert von Hitzewellen

16.07.2026 (AMI) – Was Mitte Juni noch eine Erwartung war, lässt sich inzwischen auch mit Zahlen belegen. Die zurückliegenden Hitzewellen in Deutschland haben die Nachfrage nach Wassermelonen beflügelt und den Anteil der Haushalte, die Wassermelonen kaufen, auf ein Rekordniveau katapultiert. Gestützt wurde die temperaturgetriebene Entwicklung durch zahlreiche Angebotsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel.

Der Sommer 2026 war bereits von mehreren Hitzewellen geprägt, die eine umfangreiche mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten. Meist wurden in den Beiträgen Schäden an der Infrastruktur, Gesundheitsrisiken oder Möglichkeiten, bestmöglich mit der Hitze umzugehen, besprochen. Ein Rekord wurde dabei übersehen: In der 26. Woche, auf dem Höhepunkt der ersten Hitzewelle, stieg der Anteil der Haushalte, die Wassermelonen kaufen, auf ein noch nie dagewesenes Niveau. Eine Überraschung ist das nicht, denn ein Zusammenhang zwischen hohen Temperaturen und einer hohen Nachfrage nach Wassermelonen war schon in den Vorjahren zu beobachten. Dennoch ist der Effekt erstaunlich. In der 26. Woche kauften fast 53 % mehr Haushalte Wassermelonen ein als zur selben Zeit des Vorjahres. Und selbst im Vergleich mit der nachfragestärksten Woche des Vorjahres steht ein Plus von gut 21 % zu Buche.

Aktionen beflügeln die Nachfrage zusätzlich

Aufgrund der hohen Temperaturen waren Wassermelonen in den zurückliegenden Wochen nahezu ein Selbstläufer. Dennoch hat der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) die Nachfrage mit zahlreichen Angebotsaktionen zusätzlich beflügelt. Im bisherigen Saisonverlauf von KW 18 bis KW 29 war die Zahl der Werbeanstöße bereits um 3 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders werbeintensiv war jedoch nicht die 26. Woche mit den bislang höchsten Temperaturen, sondern die darauffolgende Woche. In der 27. Woche waren Wassermelonen 50-mal in den Werbezetteln des LEH vertreten. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI-Aktionspreise im LEH.

Den höchsten Anteil an den Angebotsaktionen haben im bisherigen Saisonverlauf Miniwassermelonen mit und ohne Kerne. Auf sie entfielen knapp 36 % aller Werbeanstöße für Wassermelonen. Deutlich höher als im Vorjahr fällt der Anteil der Aktionen aus, in denen keine genauere Produktspezifikation genannt wird. Sie stehen für 26 % aller Werbeanstöße. Kernarme Wassermelonen kommen auf einen Anteil von knapp 25 %. Weitere 7 % der Werbeanstöße entfallen auf küchenfertige bzw. vorgeschnittene Wassermelonen.

Aktionen laufen meist Mitte September aus

In den kommenden Wochen werden Wassermelonen weiterhin stark in den Angebotsaktionen des LEH vertreten sein. Meist bleibt die Zahl der wöchentlichen Werbeanstöße bis zur 36. Woche zweistellig, bevor sie dann sprunghaft zurückgeht. In diesem Jahr war die Zahl der Werbeanstöße im bisherigen Saisonverlauf bereits deutlich höher als in den beiden Vorjahren. Bedeutet das ein früheres Ende der Werbesaison oder bleibt die Werbeintensität hoch? Mit AMI-Aktionspreise im LEH lässt sich diese Frage beantworten. Wöchentlich erfassen und analysieren die AMI-Marktexperten die Angebotsaktionen von mehr als 45 Ketten und Regionalgesellschaften. Daraus ergibt sich der frühestmögliche Indikator für Entwicklungen auf der Verbraucherstufe. Sparen Sie sich die Zeit für eigene Recherchen und greifen Sie auf das Datenmaterial zurück, das die AMI zusammengetragen hat. Auswertungen sind nicht nur für Wassermelonen, sondern für das gesamte Obst- und Gemüsesortiment möglich. Gerne stellen wir unsere Lösung in einem kurzen Gespräch vor oder schicken Ihnen eine Probeauswertung zu.

Beitrag von Michael Koch
Bereichsleiter Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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