Deutschland | Obst | Markttrends

Deutscher Obst & Gemüse Kongress 2026: Neues Raumkonzept, starke Speaker und aktuelle Zukunftsthemen

21.07.2026 (AMI) – Der Deutsche Obst & Gemüse Kongress (DOGK) startet 2026 mit einem grundlegend neuen Veranstaltungsformat. Unter dem Leitgedanken „Eine Halle. Ein Marktplatz. Drei Bühnen.“ soll der Kongress am 21. und 22. September 2026 in Düsseldorf noch stärker zum zentralen Treffpunkt der Branche werden.

Mit dem neuen Raumkonzept verabschiedet sich der DOGK von klassischen, voneinander getrennten Kongressbereichen. Stattdessen werden Bühne, Fachprogramm, Networking, Catering und Ausstellerflächen erstmals in einer gemeinsamen Halle zusammengeführt. Ziel ist ein offeneres Kongresserlebnis mit mehr Austausch, mehr Sichtbarkeit und kürzeren Wegen. Die Veranstalter, Fruchthandel Magazin, GS1 Germany und Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, setzen dabei bewusst auf spontane Begegnungen und einen kontinuierlichen Dialog zwischen Handel, Erzeugung, Vermarktung, Dienstleistung und Industrie.

Programm auf drei Bühnen

Drei Bühnen sollen künftig unterschiedliche Formate parallel ermöglichen: Große Keynotes und Vorträge auf der Hauptbühne, praxisnahe Deep-Dives in kleineren Sessions sowie interaktive Diskussionen und Marktgespräche direkt im Zentrum des Geschehens.

Auch das Programm 2026 zeigt, wie breit die Themenpalette der Branche inzwischen geworden ist. Im Fokus stehen unter anderem die Entwicklung des Konsums, neue Anforderungen des Handels, Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz, Retail Media sowie der Umgang mit regulatorischen und gesellschaftlichen Veränderungen.

Zu den angekündigten Programmpunkten gehören Vorträge und Diskussionen über die Zukunft des Konsumentenverhaltens und die Frage, wie Obst und Gemüse künftig erfolgreicher positioniert werden können. In ihrer Keynote geht Ines Imdahl der Frage nach, welches Potenzial in der Zielgruppe 50 bis 69 Jahre steckt. Niklas Bergmann von YouGov analysiert aktuelle Verbrauchertrends und gibt Einblicke in Kaufentscheidungen und Zielgruppenentwicklungen.

Wichtige Themen entlang der Wertschöpfungskette

Darüber hinaus widmet sich der Kongress intensiv dem Thema Digitalisierung. Expert:innen diskutieren, wie KI und datenbasierte Anwendungen künftig Vermarktung, Category Management und Kundenansprache verändern werden. Gleichzeitig werden neue Kommunikationswege im Handel beleuchtet – insbesondere Retail Media und digitale Vermarktungsstrategien, die für Marken und Handel zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Vertreter:innen aus Wissenschaft und Praxis beschäftigen sich mit Pflanzenschutz, Risikokommunikation und den Erwartungen von Verbraucher:innen an eine moderne Obst- und Gemüsewirtschaft. Mit dabei sind unter anderem Sprecher:innen vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), der Universität Bonn, SanLucar und Normec Innovative Fresh B.V..

Neben den Fachthemen bleibt der DOGK vor allem ein Branchentreffpunkt. Das traditionelle Networking-Event in der Düsseldorfer Seifenfabrik inklusive der Verleihung der Fruchthandel Magazin Retail Awards gehört auch 2026 wieder zum festen Bestandteil des Kongresses.

Für Interessierte lohnt sich eine schnelle Anmeldung: Der Frühbucherrabatt endet bereits am 27. Juli. Bis dahin sparen Teilnehmer:innen 160 Euro gegenüber dem regulären Ticketpreis.

Das vollständige Programm, Impressionen zum vergangenen Kongress und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der DOGK-Homepage.

Beitrag von Michael Koch
Bereichsleiter Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Blattgemüse | Ernte

Wie die Extremwetterlage das Angebot an Salatherzen beeinflusst

13.08.2026 (AMI) – Das Angebot an Salatherzen wurde bereits im Juli zunehmend kleiner. Die extremen Witterungsbedingungen setzen den Kulturen auf dem Feld noch immer stark zu. Gleichzeitig müssen die Produzenten einen erheblichen Aufwand betreiben, um die Produktion zu sichern.   Mehr

Europa | Kernobst | Ernte

Europas Apfelernte fällt deutlich kleiner aus

06.08.2026 (AM) – Extreme Wetterbedingungen hinterlassen Spuren im europäischen Obstbau. Nach Frost, Hagel, Starkregen und regionaler Trockenheit wird die EU-Apfelernte 2026/27 auf rund 9,5 Mio. Tonnen geschätzt. Damit dürfte sie die niedrigste Erntemenge seit 2017 erreichen.   Mehr

Deutschland | Fruchtgemüse | Erzeugung

Extremwitterung begrenzt Erntemengen bei Tomaten

06.08.2026 (AMI) – Aktuell fallen die Erntemengen bei Tomaten witterungsbedingt deutlich geringer als im saisonüblichen Rahmen aus. Gleichzeitig ist die Nachfrage lebhaft.   Mehr