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USDA: Mehr Soja in den USA trotz unsicherer Exportaussichten

25.02.2026 (AMI) – Das USDA erwartet 2026 eine deutlich größere US-Sojabohnenfläche. Dabei bleibt die Exportperspektive politisch unsicher und Brasilien dominiert den Weltmarkt. Die Flächenlogik ist damit weniger exportgetrieben als vielmehr eine Anpassung an die Kostenrelation zu Mais und an die robuste Inlandsverarbeitung

Das USDA hat auf dem Agricultural Outlook Forum seine erste Flächenschätzung für 2026 vorgelegt. Demnach dürfte die US-Sojabohnenfläche auf rund 34,40 Mio. ha steigen – ein Plus von 4,7 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig wird eine kleinere Maisfläche erwartet, da niedrige Preise und hohe Inputkosten die Wirtschaftlichkeit zugunsten der Sojabohnen verschieben.

Unter durchschnittlichen Bedingungen kalkuliert das USDA mit einem Sojaertrag von 35,6 dt/ha. Die US-Produktion könnte damit auf rund 121,1 Mio. t wachsen. Unterstützung kommt vor allem von einer starken Inlandsnachfrage nach Sojaöl, insbesondere für den Biofuel-Sektor, was die Verarbeitung auf einen neuen Höchststand treiben dürfte.

Für 2026/27 erwartet das USDA eine Erholung der Exporte auf etwa 46,3 Mio. t. Das diskutierte US-China-Abkommen mit möglichen Mindestkaufzusagen bleibt jedoch politisch unsicher, während Brasiliens starke Exportposition den globalen Wettbewerb verschärft. Zusätzliche Impulse könnten aus Indonesien kommen, das im Rahmen eines bilateralen Pakets höhere US-Importe prüft.

Die geplante Ausweitung der US-Sojabohnenfläche dürfte das umfangreiche globale Angebot weiter erhöhen. Entsprechend richtet sich der Blick der Marktteilnehmer in den kommenden Monaten auf die Aussaat, die Frühjahrswitterung sowie die Ertragsentwicklung in den USA, Südamerika und der Schwarzmeerregion.

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Beitrag von Kiki Verweel
Junior Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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