AMI-Rohstoffindex kann sich im April 2026 behaupten
Am Markt für Vieh und Fleisch zeigte sich im April ein zweigeteiltes Bild. Die Schlachtschweinepreise blieben seit rund zwei Monaten stabil, da Impulse vom Fleischhandel ausblieben. Am Schlachtrindermarkt nahm der Preisdruck dagegen zu, insbesondere bei Jungbullen infolge schwacher Absatzmöglichkeiten.
Der Milchmarkt war weiterhin von einem hohen Angebotsniveau geprägt. Die Milchanlieferung lag deutlich über Vorjahr, der saisonale Anstieg flachte jedoch ab. Während sich die Rohstoffmärkte wieder schwächer entwickelten, blieb die Nachfrage nach Käse und Butter stabil. Insgesamt präsentierten sich die Produktmärkte ruhig; nach dem vermuteten Tiefpunkt im März zeichneten sich im April erste Stabilisierungstendenzen bei den Erzeugerpreisen ab.
Der Getreide- und Ölsaatenmarkt entwickelte sich uneinheitlich. Am Brotgetreidemarkt sorgten schwächere Terminmarktvorgaben und eine komfortable Versorgung für nachgebende Preise bei verhaltener Mühlennachfrage. Auch Futtergetreide stand unter Druck, zeigte zuletzt jedoch punktuell Stabilisierungstendenzen. Körnermais tendierte fester, während der Rapsmarkt deutlich von steigenden Notierungen profitierte, gestützt durch internationale Impulse und den Energiemarkt.
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Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau
Tel. (0228) 33805-350
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