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Schwache Viehpreise belasten den AMI-Rohstoffindex

31.07.2026 (AMI) – Der AMI-Rohstoffindex sank im Juli 2026 leicht auf 123 Punkte. Belastend wirkten vor allem schwächere Preise für Schlachtvieh, während sich Milchpreise stabil sowie Getreide- und Ölsaatenmärkte fester entwickelten.

Die Hitzewelle führte zu Beginn des Juli zeitweise zu rückläufigen Milchanlieferungen, ehe sich die saisonale Abwärtsbewegung fortsetzte. An den Flüssigmärkten sorgte die schwankende Rohstoffverfügbarkeit für einen volatilen Verlauf, wobei die Preise für Rahm sowie Magermilch und -konzentrat im Mittel über Vormonat lagen. Der Butterabsatz verlief ferienbedingt ruhig, während sich der Käsemarkt bei reger Nachfrage stabil zeigte. Auch die Pulvermärkte entwickelten sich überwiegend ruhig. Insgesamt dürften sich die Milcherzeugerpreise bei saisonal sinkender Milchanlieferung weiter stabilisieren.

Bei Getreide sorgten im Juli vor allem die laufenden Ernten und starke Schwankungen an den Terminbörsen für Bewegung. Die Brotgetreidepreise lagen im Monatsdurchschnitt über dem Niveau des Vormonats. Brotweizen, Brotroggen und Braugerste konnten zulegen, während das Handelsgeschehen am Kassamarkt insgesamt ruhig blieb. Belastend wirkten die hohe globale Versorgungslage, der zügige Erntefortschritt sowie der starke Wettbewerbsdruck aus dem Schwarzmeerraum. Am Rapsmarkt zeigte sich im Juli ein sehr volatiler Verlauf. Zeitweise sorgten geopolitische Spannungen und feste Rohölpreise für deutliche Preisaufschläge, gegen Monatsende gaben die Notierungen jedoch wieder nach.

Bei Schlachtschweinen setzte sich der Preisdruck im Juli zunächst fort. Das europaweit umfangreiche Angebot sowie die schwache Fleischnachfrage belasteten die Preisentwicklung. Gegen Monatsende stabilisierte sich der Markt jedoch wieder und die Notierungen tendierten zuletzt unverändert. Am Schlachtrindermarkt kam es nach den deutlichen Preisrücknahmen der Vormonate bei Jungbullen im Juli zu einer Stabilisierung. Schlachtkühe standen dagegen weiter unter Druck und gaben erneut nach. Für die kommenden Wochen wird bei weiblichen Schlachtrindern überwiegend mit stabilen Preisen gerechnet.

Beitrag von Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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