Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Exportnachfrage stützt Sojabohnenkurse

26.08.2026 (AMI) – Gestützt wurden die Sojanotierungen vor allem von einer anhaltend lebhaften US-Exportnachfrage, einer hohen Verarbeitung in den USA sowie leicht rückläufigen Bestandsbewertungen. Während sich die Rapskurse in Paris nach zwischenzeitlichen Verlusten wieder erholen konnten, gerieten die Canola-Notierungen in Winnipeg unter Druck.

Die Sojabohnenkurse in Chicago zeigten sich im Wochenverlauf stabil mit leicht fester Tendenz. Der September-2026-Kontrakt schloss am 25. August bei umgerechnet 386,87 EUR/t und damit 5,77 EUR/t über der Vorwoche. Auch der November-2026-Kontrakt legte zu und beendete den Handel bei 389,94 EUR/t, ein Plus von 3,77 EUR/t auf Wochensicht.

Stützend wirkte vor allem die anhaltend rege Nachfrage nach US-Sojabohnen. China hat für das Vermarktungsjahr 2026/27 zuletzt bereits mehr als 7 Mio. t US-Sojabohnen gebucht. Hinzu kamen weitere vom USDA gemeldete Exportverkäufe von insgesamt 1,00 Mio. t an unbekannte Abnehmer. Auch die hohe Verarbeitung in den USA verlieh dem Markt Unterstützung. Im Juli wurden 5,90 Mio. t Sojabohnen verarbeitet und damit 10,7 % mehr als im Vorjahresmonat. Zudem sorgten schwächere Ertragserwartungen in Teilen der USA sowie die leicht rückläufige Bonitierung der Bestände für eine gewisse Unterstützung. Der Anteil der mit „gut bis ausgezeichnet“ bewerteten Flächen sank zuletzt von 61 auf 60 %.

Gleichzeitig blieb das Aufwärtspotenzial begrenzt. Die ProFarmer Tour schätzt die US-Sojaernte auf 124,4 Mio. t und damit über der jüngsten USDA-Prognose von 123,0 Mio. t. Auch mit 35,8 dt/ha liegt die Ertragserwartung über dem USDA-Wert von 35,4 dt/ha. Belastend wirkten zudem fallende Rohölkurse, schwächere Sojaölkurse und Unsicherheiten um die US-Biokraftstoffpolitik, die die Nachfrage nach Sojaöl dämpfen könnten.

Rapskurse mit Erholung – Canola-Kurse unter Druck

Nachdem die Rapskurse zunächst deutlich unter Druck standen, gewannen sie zuletzt wieder an Dynamik. An der Euronext in Paris schloss der November-2026-Kontrakt am 25. August bei 533,00 EUR/t und damit rund 11,00 EUR/t über dem Vortag. Auf Wochensicht verblieb jedoch ein Minus von 13,00 EUR/t. Belastet wurden die Kurse vor allem durch fallende Rohölkurse, verbesserte Ertragserwartungen für die US-Sojaernte sowie günstige Niederschläge in Frankreich, die Aussaat und Entwicklung der Rapsbestände fördern. Zusätzlicher Druck geht von der anlaufenden Canola-Ernte in Kanada aus. Stützend wirken dagegen eine zeitweise feste Nachfrage nach Pflanzenölen und Biodiesel sowie wetterbedingte Unsicherheiten in den USA.

Wie entwickeln sich die Ölsaaten-Märkte und was sind die relevanten Einflussfaktoren? Aktuelle Marktlagen, Hintergrundwissen und detaillierte Analysen finden Sie unter Markt aktuell Ölsaaten & Bioenergie. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!

Beitrag von Kiki Verweel
Junior Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück
Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

Feste Grundtendenz stützt den AMI-Rohstoffindex

28.08.2026 (AMI) – Der AMI-Rohstoffindex stieg im August um 2 % auf 125 Punkte an. Unterstützend wirkten hier neben steigenden Preisen für Getreide und Milch auch Preisaufschläge für Schlachtschweine.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

Feste Grundtendenz stützt den AMI-Rohstoffindex

28.08.2026 (AMI) – Der AMI-Rohstoffindex stieg im August um 2 % auf 125 Punkte an. Unterstützend wirkten hier neben steigenden Preisen für Getreide und Milch auch Preisaufschläge für Schlachtschweine.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

Schwache Viehpreise belasten den AMI-Rohstoffindex

31.07.2026 (AMI) – Der AMI-Rohstoffindex sank im Juli 2026 leicht auf 123 Punkte. Belastend wirkten vor allem schwächere Preise für Schlachtvieh, während sich Milchpreise stabil sowie Getreide- und Ölsaatenmärkte fester entwickelten.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex gibt weiter nach

29.06.2026 (AMI) – Der AMI-Rohstoffindex gab im Juni 2026 leicht auf 124 Punkte nach. Belastend wirkten vor allem rückläufige Erzeugerpreise für Getreide, Raps und Schweine, während sich die Milchpreise weitgehend stabil entwickelten.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

Viehpreise drücken auf den AMI-Rohstoffindex im Mai

29.05.2026 (AMI) – Der AMI-Rohstoffindex sank im Mai 2026 leicht auf 125 Punkte. Festere Preise für Getreide, Raps und Milch konnten die schwächeren Notierungen für Schlachtvieh nicht vollständig ausgleichen.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex kann sich im April 2026 behaupten

29.04.2026 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex stabilisierte sich im April 2026 und hielt sein Niveau. Stützend wirkten vor allem festere Preise bei Raps sowie stabile Entwicklungen am Schweinemarkt, während der Druck von der Milchseite nachließ. Belastend wirkten hingegen schwächere Rinder- und Brotgetreidepreise.   Mehr

Deutschland | Agrarrohstoffe | Index

AMI-Rohstoffindex kann sich im April 2026 behaupten

31.03.2026 (AMI) – Der von der AMI ermittelte deutsche Agrarrohstoffindex stabilisierte sich im April 2026 und hielt sein Niveau. Stützend wirkten vor allem festere Preise bei Raps sowie stabile Entwicklungen am Schweinemarkt, während der Druck von der Milchseite nachließ. Belastend wirkten hingegen schwächere Rinder- und Brotgetreidepreise.   Mehr