Deutschland | Brotgetreide | Marktversorgung

Bevorstehende USDA-Schätzung, schwankende Währungen, volatile Kurse

08.02.2018 (AMI) – Man könnte meinen am Brotgetreidemarkt geht es mit den Preisen rauf und runter. Doch weit gefehlt! Das minimale Kaufinteresse sorgt für Großhandelspreise in Beton, nur die Erzeuger bekommen weniger.

Während den Getreidemarkt vor allem Hiobsbotschaften umkreisen, mutet der jüngste Kursanstieg in Chicago und Paris eher seltsam an. Aber Positionsbereinigungen vor dem USDA-Monatsbericht sowie Unterstützung von der Währung und erneut aufkeimenden Sorgen um die südamerikanischen Ernten sorgten für Auftrieb. Aber an eine Trendwende glaubt keiner. Immer mehr Landwirte verlässt der Mut und sie trennen sich, trotz niedriger Gebote, von ihren alterntigen Partien. Auf Erzeugerebene wurden nämlich – außer für Hafer, Roggen und Mais – die Preise zurückgenommen. Noch unattraktiver haben sich die Gebote für Getreide ex Ernte entwickelt. Auch hier konnten sich die Vorwochenniveaus nur knapp behaupten und liegen zumeist unter den Preisen für alterntige Ware. Ausnahme machen hier Qualitäts- und Brotweizen in Ostdeutschland, der alt- wie neuerntig mit 153 bzw. 149 EUR/t im Streckengeschäft bewertet wird. Dabei ergreift der eine oder andere Landwirt jetzt die Chance und vermarktet Teilmengen seiner potenziellen Getreideernte, denn noch immer hängt die Afrikanische Schweinepest wie ein Damokles-Schwert über dem Markt und schürt die Angst vor massiven Preiseinbrüchen.

Und die nächsten Tage wird sich so schnell auch nichts an den Preisen tun. Denn am Donnerstag steht der monatliche USDA-Versorgungsbericht an, vor dem sich Marktteilnehmer äußerst ruhig verhalten, um ja nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Große Veränderungen werden nicht erwartet, im Fokus steht der südamerikanische Sojamarkt und die US-Sojaexporte. Erwartet werden höhere Endbestände für Weizen und Sojabohnen in den USA sowie weltweit eine leichte Anhebung der Endbestandszahlen für Sojabohnen. Für Weizen und Mais wird indes auf deutliche Korrekturen nach unten spekuliert.

Sie wollen mehr erfahren?

Die vollständige Marktlage mit detaillierten Preisinformation finden Sie in der aktuellen Ausgabe der AMI Markt Woche Getreide/Ölsaaten. Hier erwarten Sie aber noch jede Menge weitere Informationen zu den Getreidemärkten national und international. Besuchen Sie uns gleich im Shop und bestellen Sie noch heute Ihr Abonnement.

Beitrag von Wienke von Schenck

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Login

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Ölsaaten | Handel

Mehr Raps aus Drittländern

23.02.2018 (AMI) – Die Drittlandsimporte an Raps in die EU-28 liegen deutlich über Vorjahreslinie. Wichtigster Lieferant ist die Ukraine, mit großem Abstand gefolgt von Australien und Kanada.  Mehr

Deutschland | Futtergetreide | Marktversorgung

Gerste, das Produkt der Stunde

22.02.2018 (AMI) – Das häufig zitierte „Futtergerste kostet so viel wie Brotweizen“ trifft nur auf sehr wenig Handelsstandorte zu. Nichtsdestotrotz verzeichnet Gerste den größten Zuspruch und überhaupt Preisauftrieb.  Mehr

Europa | Ferkel | Außenhandel

Dänemark exportiert mehr als 14 Mio. Ferkel

22.02.2018 (AMI) – Im vergangenen Jahr führte Dänemark über 14 Mio. Ferkel aus. Damit erhöhte sich die Anzahl der Ferkelexporte stärker als in den vorhergehenden Jahren, gegenüber 2016 ist dies nochmal ein Plus von rund 7 %.  Mehr

Deutschland | Schweine | Erzeugung

Schweineschlachtung auch im Nordwesten

22.02.2018 (AMI) – Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mit 57,9 Mio. Schweinen deutlich weniger Tiere der Schweinefleischerzeugung zugeführt als noch 2016.  Mehr

Welt | Soja | Handel

Für die USA wird die Luft dünner

22.02.2018 (AMI) – Amerika verliert als Exportnation für Getreide und Ölsaaten an Wettbewerbsfähigkeit. Mangelnde Investitionen und die Infragestellung der bisherigen Handelsabkommen beeinträchtigen den Weltmarkthandel.   Mehr

Deutschland | Milchdauerwaren | Angebot

Angebot an Molkenpulver begrenzt

22.02.2018 (AMI) – Am Markt für Molkenpulver war der Geschäftsverlauf lebhaft. Das Angebot an Molke war aufgrund der hohen Auslastung der Käsereien umfangreich. Jedoch fehlte es an Trocknungskapazitäten, sodass Molkenpulver teils nur begrenzt verfügbar war.   Mehr

Welt | Rinder | Marktprognose

Deutsche Maschinen gegen argentinische Rindersteaks?

22.02.2018 (AMI) – Der Mercosur-Verbund will für seine Agrarrohstoffe einen besseren Zugang zum EU-Markt. Im Gegenzug werden für Dienstleistungen, Maschinen und Chemikalien erleichterte EU-Zugangsmöglichkeiten angeboten. Des einen Freud ist des anderen Leid.  Mehr

Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis nochmal erhöht

21.02.2018 (AMI) – Das Angebot an Schlachtschweinen ist gemessen an der Nachfrage der Schlachtereien klein. Die Vermarktung verläuft flott. Aufgrund des regen Absatzes von schlachtreifen Tiere wird von den befragten Geschäftsführern der Erzeugergemeinschaften mehr Geld für die Schweine für den neuen Abrechenzeitraum verlangt.  Mehr

Deutschland | Vieh & Fleisch | Erzeugung

Fleischerzeugung 2017 in Deutschland gesunken

21.02.2018 (AMI) – Im vergangenen Jahr ist die Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen um 2 % gesunken, damit drehte sich der steigende Trend der Jahre zuvor. Der Hauptanteil mit gut 2 Dritteln der gesamten Fleischerzeugung fällt dabei auf Schweinefleisch.  Mehr

Welt | Getreide | Außenhandel

EU-Weizenexporte weit abgeschlagen

19.02.2018 (AMI) – Der Weltweizenhandel legt kräftig zu. Dabei schiebt sich Russland mit Abstand an die Anbieterspitze, bei den Importeuren übernimmt Indonesien die Führung.  Mehr