Europa | Ölsaaten | Erzeugung

Kleinere Versorgungslücke in EU-Rapsbilanz 2017/18

10.01.2018 (AMI) – Januar 2018. Die Versorgungslage am Rapsmarkt in der EU-28 ist 2017/18 anhaltend knapp. Da die Erzeugung aber stärker steigt als der Verbrauch, dürften Importe kleiner ausfallen. Die Vorräte bleiben stabil.

Die EU-Kommission rechnet für 2017 mit einer gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. t größeren Rapsernte von rund 21,8 Mio. t. Durch die größere Ernte und um eine Auslastung der Verarbeitungskapazitäten zu erreichen, dürfte die Verarbeitung im Wirtschaftsjahr 2017/18 vermutlich um 3,4 % auf 24,1 Mio. t steigen. Damit fehlen 2,3 Mio. t Raps für eine ausgeglichene Versorgungsbilanz. Im Vorjahr betrug die Lücke noch 3,2 Mio. t. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH erwartet daher einen Rückgang der Drittlandsimporte um 0,7 Mio. t auf 3,5 Mio. t sowie eine leichte Erhöhung der Vorräte um 6% auf 1,1 Mio. t.

Das Ernteplus 2017 fußt auf günstigen Witterungsbedingungen zur Aussaat und auf einem warmen und trockenen Frühsommer in weiten Teilen Nord- und Osteuropas. Während die Erntefläche EU-weit um 2,7 % auf 6,7 Mio. ha gegenüber 2016/17 ausgeweitet wurde, stiegen die Erträge um 5,7 % auf 32,5 dt/ha deutlich stärker. In Frankreich, dem größten Rapserzeuger der EU-28, wurden mit 5,7 Mio. t rund 13,5 % mehr geerntet als im Vorjahr. Die Erträge legten im Schnitt um 25,2 % zu, während die Anbaufläche um 9,4 % zurückging. Auch in Polen, dem Vereinigten Königreich und Rumänien konnten die Erzeuger zwischen 20 und 30 % mehr Raps von den Äckern holen.

Wie geht es weiter an den Rapsmärkten?

Mit dem Onlinedienst Markt aktuell Ölsaaten bleiben Sie stets bestens informiert. Noch kein Kunde? Dann gleich auf zum Shop.

Beitrag von Sebastian Kaltenecker

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Login

Das könnte Sie auch interessieren

Welt | Verarbeitungsware | Markttrends

Pommes frites erfreuen sich global sehr guter Nachfrage

20.04.2018 (AMI) – Im Jahr 2017 legte der Frittenabsatz weltweit überdurchschnittlich stark zu. Während deutsche Hersteller beim Absatz in der EU das Nachsehen haben, gewinnen sie am Weltmarkt. Dort war der Verkauf auch Anfang 2018 sehr rege.  Mehr

Deutschland | Vieh & Fleisch | Marktprognose

Rindfleisch liegt im Trend

20.04.2018 (AMI) – Der deutsche Rindfleischmarkt drehte sich im Jahr 2017 von den umfangreichen Schlachtungen an Kühen zu einem spürbar geringeren Aufkommen. Preise über dem Niveau des Jahres 2016 waren die Folge, da die Nachfrage nach Rindfleisch weiter steigt.   Mehr

Deutschland | Brotgetreide | Marktversorgung

Brotweizenpreise unter Druck

19.04.2018 (AMI) – Gute Nachfrage der Futtermittelindustrie und wegen der anstehenden Feldarbeiten geringe Geschäftstätigkeit der Erzeuger konnten die Kassapreise für Brotweizen gegen den Druck von internationalen Börsen zuletzt nicht verteidigen.  Mehr

Europa | Rinder | Erzeugung

EU-Rindfleischproduktion schrumpft und Importe nehmen leicht zu

19.04.2018 (AMI) – Die EU-Produktion von Rindfleisch dürfte laut der neuesten EU-Prognose in den Jahren 2018 und 2019 im Vorjahresvergleich leicht zurückpendeln. Im Rindfleischkonsum wird eine ähnlich niedrige Abnahmerate wie bei der Produktion von 0,6 % sowie 1,1 % für die Jahre 2018 und 2019 vorausgesagt.  Mehr

Europa | Schweine | Erzeugung

Schweinefleischerzeugung in der EU auf hohem Niveau

19.04.2018 (AMI) – Für das Jahr 2018 erwartet die EU-Kommission eine leichte Steigerung der Schweineschlachtungen in der EU. Mit 23,9 Mio. t Schweinefleisch würde ein neues Allzeithoch erreicht.  Mehr

Deutschland | Milchdauerwaren | Nachfrage

Nachfrage nach Magermilchpulver belebt

19.04.2018 (AMI) – Der Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität stellte sich Mitte April nochmals lebhafter dar als in den Wochen zuvor. Die Preise konnten sich dadurch leicht befestigen, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau.  Mehr

Europa | Raps | Nachfrage

In Großbritannien ist Raps gesucht

18.04.2018 (AMI) – Ölmühlen in Großbritannien suchen Raps für den kurzfristigen Bedarf und haben ihre Prämien angehoben.  Mehr

Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis auf 1,42 EUR/kg gesenkt

18.04.2018 (AMI) – Nach der Verunsicherung durch die Hauspreise in den vergangenen Wochen sind aufgrund der desolaten Fleischgeschäfte von zusätzlichen Schlachtunternehmen Hauspreise angedroht worden. Dem Druck führender Unternehmen der Schlachtbranche hat sich die Mehrzahl der Preismelder gebeugt und senkte die Preisempfehlung für den neuen Abrechenzeitraum.   Mehr

Deutschland | Rinder | Verarbeitung

2018 etwas mehr Rinder geschlachtet

18.04.2018 (AMI) – Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum wurden im Januar und Februar mehr Rinder der Fleischerzeugung zugeführt.   Mehr

Welt | Milch & Milchprodukte | Außenhandel

EU-Exporte von Milchprodukten gestiegen

17.04.2018 (AMI) – Die Exporte von Milchprodukten aus der EU in Drittstaaten haben Anfang 2018 zugelegt. Vor allem Butter wurde wieder vermehrt ausgeführt. Zurückgegangen sind hingegen besonders die Kaseinexporte.  Mehr