Sojakurse verlieren, Raps gewinnt
Die Sojakurse an der Börse in Chicago gaben in der vergangenen Berichtswoche nach. Der Fronttermin August 2025 schloss am 15.07.2025 bei umgerechnet 313,39 EUR/t und damit 7,75 EUR/t unter der Vorwochenlinie. Auch die Folgetermine standen zuletzt unter Druck.
Belastet wurden die Kurse durch die günstigen Vegetationsbedingungen in den US-Anbaugebieten, die nach Einschätzung von Marktteilnehmern den Feldbeständen zugutekommen dürften. Diese Einschätzung wurde auch durch die jüngste Bonitur des USDA bestätigt. Nach Angaben der Experten des US-Landwirtschaftsministeriums befanden sich 70 % der Feldbestände in einem überdurchschnittlichen Zustand – vier Prozentpunkte mehr als eine Woche zuvor und auch mehr als vor einem Jahr. Damit wurden die Erwartungen des Marktes übertroffen.
Des Weiteren drückte der harte Wettbewerb am Weltmarkt auf die US-Kurse. So importierte China im Juni 2025 insgesamt 12,3 Mio. t Sojabohnen – das höchste jemals registrierte monatliche Volumen. Einer Hochrechnung zufolge wurden allein 9,7 Mio. t aus Brasilien eingeführt. Die Lieferungen aus den USA beliefen sich demnach nur auf 0,7 Mio. t.
Zeitgleich dürfte das Sojaareal in Brasilien in der kommenden Saison weiter wachsen, so die Beratungsfirma Safras & Mercado. Demnach dürften besonders im Nordosten sowie im Zentrum des Landes mehr Sojabohnen ab September ausgesät werden. Insgesamt wird eine Fläche von 48,2 Mio. ha prognostiziert, was gut 1,2 % mehr wären als noch zur Ernte 2025.
Rapskurse in Paris fester – Schwächerer Euro stützt Notierungen
Die Rapskurse in Paris konnten sich zuletzt festigen. Der Fronttermin August 2025 kletterte im Vergleich zur Vorwoche am 15.07.2025 um 10 EUR auf 476,25 EUR/t. Dabei profitierten die Notierungen vorrangig vom zuletzt schwächeren Euro, was die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Partien gegenüber Importen stärkte.
Begrenzt wurden die Gewinne allerdings durch die anstehenden Ernten in Europa. Zudem ließen, bedingt durch die jüngsten Niederschläge, die zuvor bestehenden trocknungsbedingten Ertragssorgen zuletzt nach. So erwartet das französische Landwirtschaftsministerium, dass sich die diesjährige Ernte auf 4,2 Mio. t belaufen dürfte – das wären 0,3 Mio. t mehr als im Vorjahr. Auch in Deutschland zeigt man sich bislang mit den Ölgehalten der Saat zufrieden, heißt es.
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