Milchmarkt 2025: Trotz hoher Unsicherheiten stabil
Der Milchmarkt zeigte sich in der ersten Jahreshälfte von 2025 insgesamt robust. Dazu trug vor allem das gedämpfte Rohstoffaufkommen in Deutschland bei, das deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurückblieb. Dadurch war die Verfügbarkeit in den Molkereien eingeschränkt und diese konnten ihre Lagerbestände oftmals nicht in gewünschtem Umfang aufbauen. Der Rohstoff wurde aufgrund der hohen Nachfrage bevorzugt in die Käsereien gelenkt. Mit den steigenden Milchmengen bis zum Saisonhoch im Mai kam es bei den Verarbeitungsprodukten teils zu Preisrücknahmen, was zu dieser Jahreszeit jedoch durchaus üblich ist.
Insgesamt liegen die Preise für die Verarbeitungsprodukte, mit wenigen Ausnahmen, oberhalb ihrer langfristigen Mittelwerte. Das stützte auch die Preise auf Erzeugerebene. Vor dem Hintergrund des begrenzten Milchaufkommens und des Wettbewerbs um den Rohstoff legten die Erzeugerpreise für Rohmilch von März bis Juni stetig zu - das ausgehend von einem Niveau jenseits der 50 Cent-Marke zu Jahresbeginn. Im Schnitt der ersten sechs Monate von 2025 zahlten die Molkereien in Deutschland einen Preis von 52,9 Ct/kg für konventionelle/gentechnikfreie Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Damit steuern die Milcherzeugerpreise auf ein Jahresergebnis zu, das erneut auf Rekordniveau liegen dürfte. Nur massive Verwerfungen am Milchmarkt könnten dies noch verhindern. Die aus der sprunghaften Zollpolitik der US-Regierung, den geopolitischen Konfliktherden in der Ukraine und im Nahen Osten sowie den diversen Tierseuchen resultierenden Unsicherheiten sind jedoch unkalkulierbar.
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Dr. Kerstin Keunecke
Bereichsleiterin Milch und Milchprodukte
Tel. (0228) 33805-101
Autorin von Fachbeiträgen und Produktstudien zum Milchmarkt, Analystin für den Milchpreisvergleich, vielfältige Kontakte zu Molkereien und Unternehmen der Milchbranche.




