US-Maisfeldbestände in hervorragendem Zustand
In Chicago tendieren die Maiskurse schwächer. Am 06.08.2025 schloss der September 25-Kontrakt bei umgerechnet rund 128,90 EUR/t und verzeichnet einen Wochenrückgang von knapp 5 EUR/t. Der Folgetermin, Dezember 25, gibt um 4,70 auf 136,14 EUR/t nach. Neben dem Angebotsdruck der Getreideernten auf der Nordhalbkugel zieht auch die Aussicht auf eine hervorragende US-Maisernte die Kurse nach unten. Derzeit befinden sich nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums rund 73 % der Feldkulturen in einem guten bis ausgezeichnetem Zustand, ein Wert, der seit neun Jahren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erreicht wurde. Gegenüber Vorwoche ist dies keine Veränderung, gegenüber Vorjahreszeitpunkt allerdings ein Anstieg um 6 Prozentpunkte. Die Maisbestände haben die kritische Entwicklungsphase bereits hinter sich gelassen, was die Aussicht auf eine US-Rekordernte an Mais bei der aktuellen Zustandsbewertung nochmals verstärkt.
Das US-Verkaufsgeschäft mit Mais läuft, es wird von Verkäufen unter anderem nach Kolumbien, Südkorea und Taiwan berichtet. Käufer nutzen die niedrigeren Preise, um ihre Vorräte aufzufüllen. Das kann die Kursverluste an der CBoT aber nur etwas begrenzen.
Die aktuelle Handelspolitik der USA sorgt hingegen weiterhin für Verunsicherung. Jüngst erklärte der US-Präsident, dass er mit Mexiko vereinbarte, das derzeitig bestehende Handelsabkommen mit Mexiko um 90 Tage zu verlängern und die Gespräche während dieses Zeitraums mit dem Ziel fortzusetzen, ein neues Abkommen zu unterzeichnen.
November-Mais-Kontrakt in Paris mit Verlusten
An der Pariser Börse ist der Fronttermin August 25 am 05.08.2025 bei 208,25 EUR/t ausgelaufen und gewann damit nochmal auf Wochensicht 13 EUR/t. Der neue Fronttermin November 25 schloss am 06.08.2025 bei 188,50 EUR/t und verzeichnet hingegen ein Wochenminus von 6,75 EUR/t. Marktteilnehmer beobachten die aktuellen Entwicklungen der Wetterkarten auf der Nordhalbkugel weiterhin aufmerksam. Bis zur Ernte sind es aber noch ein paar Wochen. In seiner Juli-Ausgabe geht die Europäische Kommission von einer EU-Maiserzeugung 2025 in Höhe von 60,4 Mio. t aus, damit dürften immerhin gut 0,5 Mio. t mehr von den Feldern geholt werden als im Vorjahr. Das Rekordvolumen aus 2021 von 73,5 Mio. t wird aber dennoch weit verfehlt.
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Svenja Herrmann
Produktmanagerin Agribusiness
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