Deutschland | Kartoffeln | Erzeugung

Noch größerer Kartoffelanbau

14.08.2025 (AMI) – Das vorläufige Ergebnis des Anbaus von Kartoffeln in Deutschland übertrifft die erste Schätzung um 6.000 ha. Seit 2021 legte der Kartoffelanbau um 43.000 ha zu und erreicht nun 301.000 ha. Es gibt aber weniger Stärkekartoffeln.

Am 01.08.2025, wurden das vorläufige Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung, auch mit Daten zur Anbaufläche von Kartoffeln, von Destatis veröffentlicht. Demnach ist der Kartoffelanbau in Deutschland 2025 mit 301.000 ha noch größer, als es die erste Schätzung aus der Betriebs- und Ernteberichterstattung (296.000 ha) vorsah. Gegenüber 2024 sind 19.000 ha oder 6,7 % hinzugekommen. Der Kartoffelanbau in Deutschland ist nun seit 2021 stetig gewachsen, damals gab es 43.000 ha weniger. Für den Markt relevant ist außerdem, dass das Stärkekartoffelareal von 2021 bis 2024 um 4.000 ha geschrumpft ist. Auch 2025 wird nicht mit einer nennenswerten Renaissance der Stärkekartoffeln gerechnet, so dass das Flächenplus bei Speise- und vor allem Veredelungskartoffeln noch größer als 43.000 ha sein dürfte.

Das vorläufige Ergebnis unterscheidet sich von der ersten Schätzung in einzelnen Bundesländern teils erheblich. Während für Bayern zunächst ein leichter Rückgang angenommen wurde, gibt es nun 13 % mehr. Dagegen fällt der Zuwachs in Niedersachsen kleiner aus als erst gedacht. In NRW ist der Zuwachs höher als vor Monaten geschätzt. Die ursprünglichen Annahmen, dass es in Baden-Württemberg, in der Pfalz oder in Sachsen weniger Kartoffelfläche geben könnte, haben sich auch als inkorrekt erwiesen. Bei der frühen Schätzung wird immer darauf verwiesen, dass die Detailergebnisse nicht auf einer ausreichend großen Stichprobe beruhen, um im Einzelfall am Ende richtig zu liegen. Nur der Trend für Deutschland insgesamt wird gut abgebildet, und so war es auch wieder.

Den Kartoffelmarkt in Gänze durchleuchtet die Markt Woche Kartoffeln oder Markt aktuell Kartoffeln.


Beitrag von Christoph Hambloch
Marktexperte Kartoffeln
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