Maiskurse in Chicago stabil, in Paris unter Druck
An der CBoT gaben die US-Maiskurse in der Berichtswoche leicht nach zu. Der Fronttermin Dezember 25 fiel bis zum 12.11.2025 auf umgerechnet 148 EUR/t und damit um 1 EUR/t gegenüber Vorwoche. Der Kurs in Chicago bewegte sich in US-Dollar kaum – die leichte Veränderung in Euro resultierte überwiegend aus Wechselkursverschiebungen infolge des festeren Euro.
Der Markt stand weiterhin im Zeichen großer globaler Verfügbarkeit sowie der nahezu abgeschlossenen US-Ernte. Laut Reuters-Analystenumfrage waren Anfang November rund 83 % der Flächen geräumt, und in den Meldungen der Handelsplätze hieß es mehrfach, dass die Ernte nahezu abgeschlossen sei. Mit dem Abklingen des Erntedrucks stabilisierte sich der Markt, auch wenn das reichliche Angebot die Aufwärtsbewegungen weiterhin begrenzte.
Die Marktteilnehmer positionierten sich im Vorfeld des am 14. November erwarteten USDA-Berichts. Nach dem wochenlangen Shutdown handelt es sich um die erste neue Schätzung seit Mitte September, entsprechend zurückhaltend agierten viele Händler.
Unterstützend wirkten zeitweise feste Vorgaben aus dem Weizen- und Sojamarkt sowie eine stetige Ethanolnachfrage. Zwar veröffentlicht die EIA aufgrund des Shutdowns derzeit keine neuen Daten, doch Marktteilnehmer berichten von weiterhin soliden Produktionsraten.
Maiskurse in Paris unter Druck
An der Euronext gaben die Maisnotierungen nach. Der Frontkontrakt März 2026 verlor im Verlauf der Berichtswoche 4,25 EUR/t und schloss am 12.11.25 bei 188,25 EUR/t. Belastend wirkten vor allem die fortgeschrittene Maisernte in Frankreich. Nach aktuellen Meldungen waren zuletzt bereits über 90 % der Flächen geräumt (Vorwoche: 82 %). Damit kommt aus dem größten EU-Erzeugerland zunehmend physische Ware auf den Markt und begrenzt das Aufwärtspotenzial. Zwar bleiben die Ertragserwartungen in Teilen Südosteuropas unterdurchschnittlich, doch dominierte in der Berichtswoche das kurzfristig hohe Angebot aus der laufenden EU-Ernte.
Zusätzlich verstärkte ein festerer Euro den Abwärtsdruck. Ein stärkerer Wechselkurs verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Mais auf dem Weltmarkt und verbilligt Importe – beides dämpfte die Pariser Notierungen.
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Bereichsleiter Pflanzenbau
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