Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Chinesische Käufe treiben US-Sojakurse

19.11.2025 (AMI) – Die Sojakurse an der CBoT legten angesichts der ersten chinesischen Käufe in dieser Saison zu. Raps folgt den Sojakursen nach oben.

Die Sojabohnenkurse an der Börse in Chicago legten in der zurückliegenden Woche kräftig zu. Am 18.11.2025 schloss der neue Fronttermin Januar 2026 bei umgerechnet 365,66 EUR/t und damit 12,30 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche.

Ausgelöst wurde die Rallye, die die Kurse zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Juni 2024 trieb, durch die ersten Käufe Chinas in den USA seit Beginn der neuen Saison. Gerüchten zufolge soll der staatliche chinesische Händler COFCO rund 840.000 t in den USA zur Lieferung im Dezember und Januar erworben haben. Bestätigt wurden durch das USDA zuletzt 792.000 t. Damit ist man derzeit noch weit von den avisierten 12 Mio. t entfernt, auf die sich Peking und Washington beim Treffen in Südkorea vor wenigen Wochen geeinigt hatten.

Zudem verfügt China aktuell offenbar über einen deutlichen Überschuss an Sojabohnen. Das hohe Importtempo – insbesondere aus Brasilien, aber auch aus anderen südamerikanischen Herkunftsländern – hat die Vorräte im Reich der Mitte ansteigen lassen. Dies trübt eigentlich die Aussichten auf größere Importe aus den USA.

Unterdessen zeichnet sich in Brasilien, dem größten Konkurrenten der USA am Weltmarkt, in dieser Saison eine Rekordernte ab. Nach Angaben der Experten von CONAB könnte Brasilien 177,6 Mio. t Sojabohnen ernten.

Pariser Rapskurse folgen US-Sojabohnen nach oben

Vom Anstieg der Sojakurse profitierten auch die Rapsnotierungen in Paris. Am 18.11.2025 beendete der Februar-26-Kontrakt den Handelstag bei 485,25 EUR/t und damit 5,75 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Die Kurse wurden dabei von der regen Nachfrage am EU-Markt nach Raps sowie von der schwachen Sonnenblumenkern-Ernte in Frankreich unterstützt, die laut Agreste die kleinste seit 2019 sein dürfte.

Begrenzend auf die Gewinne wirkte jedoch das nach wie vor üppige Angebot aus der diesjährigen Ernte. Dies zeigt sich auch in den rückläufigen Einfuhren der Union: Sie beliefen sich zuletzt für die Saison 2025/26 auf 1,4 Mio. t und damit gut 1 Mio. t weniger als zum Vorjahreszeitpunkt.

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Beitrag von Eike Wagner
Key Account Manager
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