Welt | Milch & Milchprodukte | Außenhandel

Welthandel mit Milchprodukten 2025 rückläufig

24.11.2025 (AMI) – Im Jahr 2025 wird das globale Milchangebot weiter steigen. Der weltweite Handel mit Milchprodukten wird sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr abschwächen. Das geht aus dem aktuellen Food Outlook November der FAO hervor.

Der weltweite Handel mit Milchprodukten wird im Jahr 2025 laut FAO voraussichtlich um 1,3 % zurückgehen. Dies dürfte hauptsächlich auf die hohen internationalen Preise zurückzuführen sein, die sich auf die Kaufkraft der Verbraucher ausgewirkt und die Nachfrage gedämpft haben. Insgesamt werden nach ersten Schätzungen, in Milchäquivalent, 86,7 Mio. t. am globalen Milchmarkt umgesetzt werden. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresumsatz wurde dabei zusätzlich durch die Währungsabwertung in mehreren Schwellenländern noch verstärkt. Zeitgleich stand in wichtigen Importländern, wie Algerien und Saudi-Arabien, mehr Milch zur Verfügung, was die weltweite Importnachfrage zusätzlich eingeschränkt hat. Ebenso wie die anhaltenden handelspolitischen Unsicherheiten.

So konnte auch die Erholung der chinesischen Importnachfrage im aktuellen Jahr den globalen Rückgang nicht umkehren. China, als weltweit größter Importeur von Milchprodukten, dürfte im Jahr 2025 gut 3,1 % mehr Ware einführen als im Vorjahr. Begünstigt werden dürfte dies vor allem durch die Wiederauffüllung der Lagerbestände und den erhöhten Einsatz in Futtermitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Auch die Importe Mexikos haben sich im Vorjahresvergleich erholt. Mexiko wird gut 2,5 % mehr Ware einführen als 2024.

Starke Rückgänge prognostizieren die Experten der FAO vor allem für Afrika. Insbesondere in Algerien ist mit einem Rückstand des Importvolumens von 30,0 % im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Aber auch unter anderem Südafrika dürfte weniger Milchprodukte einführen. Außerhalb Afrikas wird es zudem voraussichtlich in Saudi-Arabien und in Russland zu deutlichen Einschränkungen der Importe kommen.

Wie wird sich die globale Milcherzeugung 2025 in den bedeutendsten Erzeugerländern entwickeln? Und welche Auswirkungen hat dies auf die Preise am Weltmarkt? Antworten auf diese Fragen finden Sie in einer ausführlichen Analyse im Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Beitrag von Michelle Kuhn
Produktmanagerin Milchwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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