Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Bio-Milchpreise kaum verändert

08.12.2025 (AMI) – Das Bundesmittel für ökologisch erzeugte Milch ist im Oktober lediglich marginal gestiegen. Die meisten Molkereien zahlten im Vergleich zum Vormonat ein konstantes Milchgeld aus.

Im Oktober 2025 zahlten die Molkereien in Deutschland, nach ersten Schätzungen der AMI, durchschnittlich rund 66,9 Ct/kg für Bio-Milch mit standardisierten Inhaltsstoffen. Das waren 0,1 Ct mehr als im September. Damit hat sich der Aufwärtstrend der Bio-Milcherzeugerpreise zwar fortgesetzt, der Anstieg hat sich jedoch weiter verlangsamt. Das Plus von 0,1 Ct im Oktober bedeutete den niedrigsten Anstieg im bisherigen Jahresverlauf.

Vorsprung gegenüber konventionellem Preis weiter ausgebaut

Die Preise für konventionell erzeugte Milch wiesen im bisherigen Jahresverlauf stabile bis leicht steigende Tendenzen auf. Der seit März 2025 vorherrschende geringfügige Aufwärtstrend wurde allerdings bereits im September unterbrochen. Aufgrund des sehr umfangreichen Rohstoffangebots und den rückläufigen Preisentwicklungen an den Produktmärkten haben die Erzeugerpreise in der konventionellen Schiene im Herbst nachgegeben. Belief sich das Minus im September noch auf 0,9 Ct, waren es im Oktober bereits 2,7 Ct. Laut AMI-Schätzungen erhielten die Milcherzeuger dadurch einen Durchschnittspreis von knapp 49,9 Ct/kg für konventionelle Kuhmilch mit 4,0 %Fett und 3,4 % Eiweiß. Aufgrund dieser gegenläufigen Entwicklungen hat sich der preisliche Abstand zwischen den beiden Milcharten im Oktober nochmals deutlich auf 17,1 Ct vergrößert.

Wie stellten sich die Auszahlungsleistungen für ökologisch erzeugte Milch in den einzelnen Regionen dar? Und wie sind die Aussichten für die kommenden Monate? Eine aktuelle Einschätzung finden Sie in einer ausführlichen Analyse in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.
Sie sind noch kein Kunde und möchten vom Expertenwissen der AMI profitieren? Dann nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten in unserem Shop, und sichern Sie sich noch heute Ihren persönlichen Zugang zum Markt aktuell Milchwirtschaft.

Beitrag von Michelle Kuhn
Produktmanagerin Milchwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Rohmilch | Erzeugerpreise

EU-Mitgliedstaaten überwiegend unter Vorjahr

15.05.2026 (AMI) – Der seit Oktober 2025 vorherrschende Abwärtstrend setzte sich auch im neuen Jahr weiter fort.   Mehr

Europa | Rohmilch | Erzeugerpreise

Deutlicher Abwärtstrend der EU-Milcherzeugerpreise

15.05.2026 (AMI) – Nach einem hochpreisigem Jahr 2025 gerieten die Milcherzeugerpreise in der EU-27 ab dem Herbst zunehmend unter Druck. Zu Beginn des Jahres 2026 lagen die Auszahlungspreise in den meisten Mitgliedstaaten deutlich unter dem Vorjahresniveau.   Mehr

Deutschland | Käse | Nachfrage

Anhaltend rege Käsenachfrage

15.05.2026 (AMI) – Der deutsche Käsemarkt präsentierte sich auch Mitte Mai weiterhin ausbalanciert. Eine rege Nachfrage hielt die Bestände trotz umfangreicher Produktion auf niedrigem Niveau. Die Preise tendierten überwiegend stabil.   Mehr

Deutschland | Schweine | Handel

Schlachtschweinepreis stabilisiert

13.05.2026 (AMI) – Nach dem deutlichen Preisrückgang in der vergangenen Woche präsentiert sich der Markt für Schlachtschweine nun ausgeglichener. Aus mehreren Regionen wird zwar noch immer von größeren Überhängen berichtet, der Handel läuft aber wieder zügiger.   Mehr

Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Ölsaaten: Soja mit leichtem Plus – Raps bleibt volatil

13.05.2026 (AMI) – Die Sojabohnenkurse in Chicago konnten sich nach zwischenzeitlichen Verlusten wieder befestigen, gestützt durch USDA-Daten, steigende Rohölkurse und politische Impulse. Während Soja zulegt, bleiben Raps in Paris sowie Canola in Winnipeg stark von Schwankungen am Energiemarkt und geopolitischen Entwicklungen geprägt.   Mehr

Deutschland | Frische Lebensmittel | Index

Negative Teuerungsrate hielt im Frischebereich an

11.05.2026 (AMI) – Beim Einkauf frischer Lebensmittel zeigten sich im April erneut deutliche Verschiebungen. Während einige Warengruppen spürbar entlasteten, blieben andere unter Preisdruck – teils aus ganz unterschiedlichen Gründen.   Mehr

Welt | Getreide | Kursentwicklung für Weizen

Weizenkurse mit deutlichen Wochenverlusten

07.05.2026 (AMI) – Entspannungssignale im Nahen Osten sorgen für Kursdrück, sich bessernde Vegetationsbedingungen und schwache Exportimpulse belasten die Kurse zusätzlich.   Mehr

Welt | Milch & Milchprodukte | Außenhandel

Internationaler Handel auf Wachstumskurs

07.05.2026 (AMI) – Im Jahr 2025 wurden weltweit mehr Milchprodukte gehandelt als im Vorjahr. Vor allem bei Käse, Magermilchpulver und Butter nahmen die Mengen im Vorjahresvergleich spürbar zu.   Mehr

Deutschland | Butter | Nachfrage

Rückläufige Preistendenzen am Buttermarkt

07.05.2026 (AMI) – Formbutter wurde zu Monatsbeginn rege nachgefragt. Unter anderem gingen von den gesenkten Verbraucherpreisen Nachfrageimpulse aus.   Mehr

Deutschland | Schweine | Handel

Schlachtschweinepreis gibt nach

06.05.2026 (AMI) – Der Druck auf den Schlachtschweinemarkt hat zuletzt deutlich zugenommen. Dabei stellt insbesondere der Fleischmarkt eine Herausforderung dar, die kleinen Impulse um den 1. Mai ändern daran wenig.   Mehr