Europa | Milch & Milchprodukte | Erzeugung

Mehr Milch in die Fettverwertung gelenkt

12.12.2025 (AMI) – Insgesamt stand in der EU-27 in den ersten drei Quartalen des Jahres mehr Milch zur Weiterverarbeitung zur Verfügung als im Vorjahr. Auf Produktebene kam es bei den Herstellungsmengen der verschiedenen Molkereierzeugnissen zu Verschiebungen. Vor allem Butter wurde umfangreicher hergestellt. Die größten Rückgänge verzeichneten Kondensmilch und Vollmilchpulver.

Nachdem im ersten Halbjahr von 2025 in der EU-27 in etwa so viel Milch angeliefert wurde wie im Vorjahreszeitraum, holten die Milchmengen im dritten Quartal des Jahres auf. Von Januar bis September wurden in der Summe knapp 111,9 Mio. t Milch erfasst und damit schalttagsbereinigt 0,8 % mehr als in den ersten neun Monaten von 2024. Mengenmäßig bedeutende Zuwächse waren dabei unter anderem in Irland, Polen und Frankreich zu beobachten. Aber auch in Ungarn, Schweden, Österreich und Slowenien lagen die Anlieferungsmengen in der Kumulation der ersten drei Quartale deutlich über dem Vorjahresniveau. Dagegen holten die Milchmengen in Deutschland, Belgien und Spanien zuletzt zwar auf, verfehlten in der aggregierten Betrachtung der ersten neun Monate allerdings weiterhin das Niveau des Referenzzeitraums.

Butterproduktion weiter ausgeweitet

Nach Veröffentlichungen der EU-Kommission kam es bei der Herstellung von Milcherzeugnissen auf der Produktebene zu Verschiebungen. Die Herstellung von Butter wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausgeweitet. Mit einem Produktionsumfang von knapp 1,66 Mio. t wurde EU-weit 4,7 % mehr Butter hergestellt als von Januar bis September 2024. Auch auf der Ebene der einzelnen Mitgliedstaaten überwogen Zuwächse. In den erzeugungsstärksten Ländern dieses Teilmarktes - Deutschland, Frankreich, Irland und Polen – wurde zwischen 4,1 % und 7,7 % mehr Rohstoff in diese Verwertungsrichtung gelenkt als im Referenzzeitraum. Den größten prozentualen Anstieg verzeichnete Spanien mit 37,7 %. Bei einem produzierten Gesamtvolumen von knapp 0,02 Mio. t fielen die Mehrmengen allerdings etwas weniger ins Gewicht. In Belgien, Portugal, Ungarn und den Niederlanden verfehlte die Butterherstellung dagegen das Vorjahresniveau.

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Beitrag von Monique Rockhoff
Junior Produktmanagerin Milch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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