Europa | Ölsaaten | Erzeugung

Pflanzenölpreise geben nach

19.01.2018 (AMI) – Der Pflanzenölindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist im Dezember 2017 auf ein 5-Monatstief gesunken. Besonders die schwächeren Preise für Palm-, Raps- und Sojaöl haben zu dem Rückgang beigetragen.

Die Forderungen für Pflanzenöle haben sich im vierten Quartal 2017 anfänglich fester entwickelt, sind aber im Dezember wieder deutlich gefallen. Nachdem der FAO Pflanzenölindex, der die Preisentwicklung der 10 für den Welthandel bedeutendsten Pflanzenöle abbildet, im November 2017 noch auf den dritthöchsten Wert seit Jahresanfang gestiegen war, gaben die Preise im Dezember um 5,6 % gegenüber dem Vormonat nach und fielen auf den tiefsten Stand seit Juni 2017. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) belasteten besonders die schwächeren Forderungen für Palm- und Rapsöl den Sektor. Durch die Produktionssteigerungen auf den Ölpalmenplantagen in Südostasien und der gleichzeitig rückläufigen internationalen Nachfrage stiegen die Vorräte in Malaysia und Indonesien auf ein 2-Jahreshoch. Die kräftig gefallenen Palmölpreise zogen auch die Forderungen für Raps- und Sojaöl in Mitleidenschaft. Die unerwartet angehobene Prognose der australischen und kanadischen Rapserzeugung 2017/18 übte zusätzlichen Druck auf die Rapsölpreise aus.

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Beitrag von Sebastian Kaltenecker

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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