Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

US-Sojakurse stabilisieren sich

07.01.2026 (AMI) – Die Sojabohnenkurse in Chicago bewegen sich bei ruhigem Handel rund um den Jahreswechsel weiterhin in einer engen Spanne. Erneute US-Verkäufe an China sorgten zuletzt für Unterstützung. Raps tendiert dagegen im Windschatten der Rohölkurse deutlich fester.

Die Sojabohnenkurse in Chicago bewegten sich in der zurückliegenden Berichtswoche in einer engen Spanne. Der bald auslaufende Fronttermin Januar 26 schloss am 06.01.2026 bei umgerechnet 327,01 EUR/t und damit nahezu auf dem Niveau der Vorwoche. Auch der Folgetermin März 26 beendete den Handelstag mit 331,48 EUR/t und lag damit ebenfalls nahe dem Niveau der Vorwoche. Rund um die Feiertage ging es sehr ruhig auf dem Parkett zu, da viele Akteure dem Handel fernblieben und erst in dieser Woche wieder aktiv wurden. Vor dem Jahreswechsel waren die Kurse unter Druck geraten, da zahlreiche Marktteilnehmer ihre Positionen angepasst hatten. Zu Beginn der zweiten Kalenderwoche legten die Notierungen jedoch zu, nachdem bekannt wurde, dass China rund 600.000 t Sojabohnen aus US-Herkünften gekauft haben soll. Zudem meldete das USDA kürzlich weitere Verkäufe über 360.000 t.

Der Kursspielraum nach oben wurde weiterhin durch die brasilianische Konkurrenz begrenzt. Marktteilnehmern zufolge verfügen frisch geerntete brasilianische Sojabohnen trotz des zuletzt festeren brasilianischen Reals weiterhin über einen deutlichen Preisvorteil gegenüber US-Partien. Zudem bewerten die Akteure die derzeitigen Witterungsbedingungen in den brasilianischen Anbaugebieten positiv. Die jüngsten Niederschläge sollen den Feldbeständen insgesamt zugutegekommen sein.

Raps in Paris mit Plus im neuen Jahr

Die Rapskurse in Paris konnten dagegen auf Wochensicht zulegen. Am 06.01.2026 schloss der Fronttermin Februar 2026 bei 467 EUR/t und damit 14,50 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Unterstützung erhielten die Notierungen durch die Stabilisierung der Rohölkurse sowie durch festere Palmölnotierungen. Die Rohölkurse waren infolge der US-Intervention in Venezuela gestiegen.

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Beitrag von Eike Wagner
Key Account Manager

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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