Welt | Getreide | Kursentwicklung für Mais

Maiskurse stabilisieren sich

08.01.2026 (AMI) – Zum Jahresauftakt konnten sich die Maisnotierungen in Chicago behaupten. In Paris ging es marginal aufwärts, größere Impulse blieben jedoch aus. Die Aufmerksamkeit richtet sich zunehmend auf die anstehende USDA-Prognose.

An der CBoT tendierten die US-Maiskurse in der Berichtswoche moderat fester. Der Frontkontrakt März schloss am 07.01.2026 bei umgerechnet 150,54 EUR/t, nach 147,51 EUR/t zum Jahresende. In US-Dollar bewegte sich der Markt zuletzt auf dem höchsten Niveau seit Ende Dezember. Der Kursanstieg blieb insgesamt begrenzt und spiegelt vor allem eine vorsichtige Positionierung der Marktteilnehmer im Vorfeld der anstehenden USDA-Veröffentlichungen wider.

Am 12.01.26 will das USDA neue Daten zur weltweiten Versorgungslage sowie zu den US-Beständen zum Stichtag 1. Dezember vorlegen. Erstmals seit dem Herbst könnten damit wieder aktualisierte Ertrags- und Produktionsschätzungen vorliegen. Händler rechnen laut Reuters-Umfragen damit, dass die US-Ertragsschätzung für 2025 leicht nach unten angepasst wird, nachdem Trockenheit in der späten Vegetationsphase lokal Spuren hinterlassen hat. Gleichwohl bleibt das Grundszenario einer sehr großen US-Ernte bestehen.

Unterstützung kam zuletzt von der Exportseite. Die gemeldeten US-Exportverkäufe für Ende Dezember lagen mit 756.400 t im Rahmen der Markterwartungen, zuvor waren sogar Wochen mit über 2 Mio. t gemeldet worden. Die robuste Nachfrage half, Rücksetzer abzufedern. Gleichzeitig bremsten Erwartungen an eine große südamerikanische Ernte – insbesondere in Argentinien und Brasilien – den Spielraum nach oben. In Argentinien wird ein Großteil der Maisflächen bereits bestellt, während angekündigte Niederschläge die Ertragsaussichten zuletzt wieder verbesserten.

Kurse in Paris leicht fester

An der Euronext zeigte sich der Maismarkt zum Jahresauftakt ebenfalls leicht fester. Der Frontkontrakt März schloss am 07.01.2026 bei 189,75 EUR/t, nach 188,25 EUR/t zum Jahresende. Damit blieb die Bewegung überschaubar.

Der zuletzt nachgebende Euro wirkte dabei grundsätzlich unterstützend, da sich die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Mais auf dem Weltmarkt verbesserte und Importware verteuerte. Allerdings reichte dieser Effekt nicht aus, um einen stärkeren Preisanstieg auszulösen. Der europäische Markt bleibt weiterhin gut versorgt.

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Beitrag von Leif Erik Rehder
Bereichsleiter Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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