Warum der befürchtete Preisschock bislang ausbleibt
Die vielfach erwartete Preisexplosion infolge der CO2-Bepreisung im Rahmen von CBAM ist zum Jahresbeginn bislang ausgeblieben. Ursache hierfür ist jedoch nicht – wie teilweise medial dargestellt – eine Aussetzung der Abgabe auf Düngemittel, sondern vielmehr die noch gut gefüllten Lagerbestände mit Ware, die vor dem Jahreswechsel importiert wurde. Auf EU-Ebene werden derzeit zwar verschiedene Entlastungsoptionen für die ohnehin stark belastete Landwirtschaft diskutiert. Dazu zählt unter anderem der Vorschlag, die Standardzölle auf Ammoniak und Harnstoff auszusetzen; die CBAM-Regelungen selbst bleiben jedoch weiterhin in Kraft. Wie diese Rahmenbedingungen in der praktischen Umsetzung konkret ausgestaltet werden, ist fast einen Monat nach Inkrafttreten der kostenpflichtigen Phase jedoch noch immer nicht abschließend geklärt. Für Importeure stellt sich die Situation damit als kaum kalkulierbar dar, was die Importtätigkeit derzeit erheblich einschränkt. Europäische Düngemittelhersteller sind bemüht, das daraus resultierende Importdefizit zumindest teilweise zu kompensieren. Die Aussage, dass grundsätzlich jeder mit Düngemitteln versorgt werden kann, dürfte zumindest etwas zur Beruhigung des Marktes beitragen.
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Satu Vietzent
Produktmanagerin Pflanzenbau
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