Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Soja im Aufwind – Raps zieht mit

11.02.2026 (AMI) – Die Sojabohnenkurse zogen deutlich an, unterstützt von US-Exporten und einer starken Inlandsnachfrage. Raps profitierte davon ebenso wie von festeren Rohölpreisen und einer starken Verarbeitungsdynamik in Kanada.

In der vergangenen Berichtswoche legten die Sojabohnenkurse zu. Der Fronttermin März 26 schloss am 10.02.2026 mit umgerechnet 346,73 EUR/t ab, ein Plus von 14,93 EUR/t gegenüber der Vorwoche. Auch der Folgetermin Mai 26 lag deutlich über dem Vorwochenniveau und schloss mit umgerechnet 351,37 EUR/t ab. In US-Dollar fiel die Wochenbewegung allerdings kleiner aus; ein Teil der Zunahme ist daher Wechselkursgetrieben.

Gestützt wurden die Kurse dadurch, dass laut USDA ein weiterer großer Sojabohnenverkauf in Höhe von 264.000 t an China getätigt wurde. Gleichzeitig ist für Brasilien mit Rekordernte und höheren Lagerbestände von deutlich früheren und größeren Exporten auszugehen. Zudem belässt das USDA die US-Sojabilanz in seinem Februar-Bericht unverändert und hält die Endbestände bei knapp 10 Mio. t, während die brasilianische Produktion leicht auf 180 Mio. t angehoben wird. Dies führt global zu höheren Vorräten und einem größeren Crush. Weltweit erhöht sich das Sojaangebot damit auf 428 Mio. t, und die Lagerbestände steigen auf 125 Mio. t, während die chinesischen Importe unverändert bei 112 Mio. t bleiben. Das Rekordangebot an Sojabohnen begrenzt damit weiter den Aufwärtsspielraum für die Kurse an der Börse.

Bei Sojaöl gab es an der Börse in Chicago zuletzt einen Rücksetzer. Das drückt die Margen in der Verarbeitung und kann die Kaufbereitschaft für Sojabohnen in den USA dämpfen, solange Sojaschrot nicht gleichzeitig fester wird und den Wertausfall ausgleicht. Für den Terminmarkt heißt das: Die festeren Kurse der Sojabohne bleiben anfällig, zumal in US-Dollar zuletzt nur geringe Ausschläge zu sehen waren.

Rapskurse in Paris

Die Rapskurse in Paris zeigen sich gegenüber der Vorwoche fester. Der Fronttermin Mai 26 schloss an der Pariser Börse am 10.02.2026 mit 487,75 EUR/t, ein Plus von 10,25 EUR/t gegenüber der Vorwoche. Allerdings lag der Schlusskurs 1,50 EUR/t unter dem Vortag, weil die hohen Sojaernteerwartungen in Südamerika und der zunehmende Exportdruck aus der Region belasteten.

An der Börse in Winnipeg legten die Canola-Kurse zu. Am 10.02.2026 schloss der Fronttermin März 26 mit umgerechnet 413,42 EUR/t und lag damit 10,53 EUR/t über dem Vorwochenniveau. In kanadischen Dollar tendierte der März-Kontrakt weitgehend seitwärts; der Anstieg in Euro ist zu einem Teil wechselkursbedingt. Statistics Canada meldet, dass die Rekordernte die Verarbeitung stark angekurbelt hat, wobei der Crush im Dezember mit 1,08 Mio. t rund 6 % über dem Vorjahr lag. Dies ist das zweithöchste monatliche Ergebnis aller Zeiten, nur übertroffen vom Rekordmonat Oktober 2024. Insgesamt erreichte der Canola-Crush von August bis Dezember mit 5,1 Mio. t einen neuen Höchststand und lag deutlich über dem Vorjahresniveau.

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Beitrag von Kiki Verweel
Junior Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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