Europa | Rohmilch | Anlieferung

Expansive Entwicklung der EU-Milchanlieferung

02.03.2026 (AMI) – Das Milchaufkommen innerhalb der EU-27 hat im Jahr 2025 deutlich zugelegt. Im ersten Quartal wurde das Vorjahresniveau noch verfehlt, im weiteren Jahresverlauf wuchs dann der Vorsprung auf die Vorjahresmengen. Auf Ebene der Mitgliedstaaten waren überwiegend Zuwächse zu verzeichnen, insbesondere die mengenmäßig bedeutendsten Erzeugerländer fielen mit ihren Mehrmengen ins Gewicht.

Im Jahr 2025 wurde innerhalb der EU-27 deutlich mehr Milch angeliefert als im Jahr zuvor. Insgesamt erzeugten die Mitgliedstaaten rund 148 Mio. t Milch und damit schalttagsbereinigt 1,9 % mehr als im Jahr zuvor. Lediglich im ersten Quartal wurde das Vorjahresniveau verfehlt. Im April wurde die Vorjahreslinie dann erstmalig im Jahresverlauf überschritten. In den folgenden Monaten setzte sich der zunehmende Trend fort und die EU-Milchanlieferung bewegte sich stetig über dem Vorjahresniveau. Insbesondere ab August waren deutliche Mehrmengen zu verzeichnen. Im letzten Quartal des Jahres wurden die Vorjahresmengen in jedem Monat um mehr als 5 % übertroffen, am deutlichsten im Dezember um 5,6 %.

Mehr Milch zum Jahresende

Der deutliche Zuwachs im Dezember war auf überwiegend steigende Tendenzen in den einzelnen Mitgliedstaaten zurückzuführen. Lediglich in sieben der EU-Mitgliedstaaten wurde im betrachteten Monat weniger Milch erzeugt als im Dezember 2024. Dazu zählte neben Bulgarien, Estland und Griechenland vor allem Rumänien, wo das Vorjahresniveau um 14,3 % verfehlt wurde. Aber auch in Irland wurden die Vorjahresmengen den zweiten Monat in Folge nicht erreicht, obwohl im übrigen Jahr ein fast durchgängig steigender Trend zu beobachten war. Hier spielte allerdings auch der Basiseffekt eine Rolle, da die Milchanlieferung in Irland bereits Ende 2024 an Fahrt aufgenommen hatte und das Niveau von 2023 teilweise sehr deutlich übertraf.

In einem Großteil der EU-Mitgliedstaaten wurde dagegen mehr Milch angeliefert als zwölf Monate zuvor. Die mit Abstand größte Mehrmenge verzeichnete Deutschland mit einem Plus von 7,8 % oder in absoluten Zahlen rund 203 Tsd. t, gefolgt von Frankreich mit einem Anstieg um 7,3 % oder 143 Tsd. t. Daneben verzeichneten die Niederlande, Polen, Italien und Belgien mengenmäßig bedeutende Zunahmen. Aber auch in Erzeugerländern mit geringerem Anlieferungsvolumen wurde das Niveau des Vorjahresmonats teilweise deutlich übertroffen, unter anderem in Zypern um 12,8 %, in Ungarn um 8,0 % und in Österreich um 9,9 %. In Dänemark, Spanien und Finnland fiel das Plus mit unter 2,0 % prozentual gesehen etwas geringer aus.

Wie entwickelte sich die EU-Milchanlieferung in der Summe des Jahres 2025 in den einzelnen Mitgliedstaaten? Wird sich das erhöhte Rohstoffaufkommen 2026 fortsetzen oder war 2025 ein Ausnahmejahr? Eine ausführliche Analyse zu der Milchanlieferung innerhalb der EU-27 finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Beitrag von Monique Schneider
Produktmanagerin Milchwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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