Ölsaatenmärkte im Aufwind
Die Sojabohnenkurse an der Börse in Chicago zeigten sich in der vergangenen Woche volatil, beendeten den Handel jedoch im Plus. Der Fronttermin März 2026 schloss am 03. März 2026 bei umgerechnet 365,86 EUR/t und lag damit 10,38 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Ein Teil des Anstiegs ist jedoch auf Währungseffekte zurückzuführen: Ein stärkerer US-Dollar stützte die in Euro berechneten Notierungen und trug somit zu den höheren Preislevels bei.
Unterstützung kam dabei vom Anstieg der Rohölpreise, ausgelöst durch den Krieg im Nahen Osten. Da Sojaöl häufig den Bewegungen des Rohölmarktes folgt – Biokraftstoffe dienen als Ersatz für fossile Brennstoffe – wirkte sich diese Entwicklung direkt auf die Preise aus. Rohöl verteuerte sich bereits den dritten Tag in Folge, da die Ausweitung des Golf-Konflikts und zunehmende Bedrohungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus die Sorge vor Lieferunterbrechungen aus der energiepolitisch bedeutenden Region verstärkten.
Sorgen über die chinesische Nachfrage sowie die zunehmende Konkurrenz aus Brasilien begrenzten allerdings die Kursgewinne. Die Märkte beobachten aufmerksam, ob die chinesischen Käufe wieder anziehen, nachdem Peking das gegenüber dem Weißen Haus zugesagte Kaufziel von 12 Mio. t Sojabohnen erfüllt hat. Händler bleiben jedoch aufgrund der hohen US-Preise skeptisch.
Die Nachfrage nach brasilianischen Sojabohnen dürfte in den kommenden Wochen weiter steigen, da die Preise für Sojaöl und Sojabohnen in den USA zuletzt deutlich angezogen haben. Allerdings kommt Brasiliens Sojaernte nur schleppend voran. Nach Schätzungen des Analysehauses AgRural waren bislang erst 39 % der Ernte eingebracht – im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 50 %.
Rapskurse in Paris nehmen Fahrt auf
An der Euronext in Paris legten die Rapskurse kräftig zu. Am 03.03.2026 schloss der Frontmonat Mai 2026 bei 499,00 EUR/t und erzielte damit einen Wochengewinn von 7,75 EUR/t. Der Folgetermin August 2026 verteuerte sich um 8,50 EUR/t auf 481,00 EUR/t. Unterstützung erhalten die Preise sowohl vom global festeren Pflanzenölmarkt als auch von handelspolitischen Entwicklungen im Canola-Sektor.
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