Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Chicago: Rohölmarkt bewegt Sojakurse

11.03.2026 (AMI) – Schwächere Rohölnotierungen drückten zuletzt auf die Sojabohnenkurse.

Die Terminkurse für Sojabohnen standen am zuletzt unter Druck. Auslöser waren deutliche Verluste am Rohölmarkt, nachdem Hoffnungen auf eine mögliche Entspannung im Iran-Konflikt aufgekommen waren. Die Schwäche im Energiesektor belastete damit zunächst auch den Ölsaatenkomplex.

Im Wochenvergleich zogen die Sojabohnenkurse an der Börse in Chicago an: Der Fronttermin März 2026 schloss am 10.03.2026 bei umgerechnet 374,71 EUR/t und erzielte damit einen Wochengewinn von 8,85 EUR/t. Auch der nachfolgende Mai-2026-Termin legte zu und schloss mit einem Wochenplus von 8,75 EUR/t bei umgerechnet 379,28 EUR/t. Der Anstieg wurde durch die Euro-Schwäche noch verstärkt, weil ein schwächerer Euro die in Dollar gehandelten Preise bei der Umrechnung anhebt.

Für Rückenwind sorgte zudem der aktuelle USDA-Bericht: Zwar ließ das US-Agrarministerium die US-Endbestände an Sojabohnen unverändert, die niedrigeren Ernteerwartungen für Argentinien und die Ukraine wirkten jedoch leicht stützend. Weniger Impulse kamen von den US-Exportinspektionen. Mit 879.190 t lagen diese zwar klar unter dem außergewöhnlich hohen Niveau der Vorwoche, aber weiterhin über dem Vorjahreswert. Bedeutendere Abnehmer in der Berichtswoche waren China, Ägypten und Indonesien.

Politische Signale aus den USA sorgten zusätzlich für Impulse am Markt: Vor einem anstehenden hochrangigen Treffen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten USA und China wurde am Markt auf eine Belebung chinesischer Käufe von US-Sojabohnen spekuliert. Vor diesem Hintergrund verloren die schwächeren Exportzahlen etwas an Bedeutung und rückten etwas in den Hintergrund.

Raps in Paris folgt Vorgaben vom Weltmarkt

Am Pariser Rapsmarkt überwog auf Wochensicht ebenfalls eine freundliche Tendenz. Der Fronttermin schloss bei 501,00 EUR/t und verzeichnete damit trotz eines jüngsten Rücksetzers ein Wochenplus von 2,00 EUR/t. Auch der August-2026-Termin legte im Wochenvergleich zu und beendete die Berichtswoche bei 483,75 EUR/t, ein Plus von 2,75 EUR/t. Unterstützung erhielt der Markt durch festere Tendenzen im internationalen Ölsaatenkomplex, insbesondere bei Canola. Zusätzlich wirkt die knappe EU-Rapsverfügbarkeit weiterhin stützend.

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Beitrag von Kiki Verweel
Junior Produktmanagerin Pflanzenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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