Ölsaatenmärkte unter geopolitischem Druck
Der Sojabohnenmarkt bleibt vorerst volatil. In der vergangenen Woche entwickelten sich die Sojakurse insgesamt schwächer. Besonders bedeutsam war dabei die Entwicklung der Rohölkurse, da Sojaöl eng mit der Biodieselproduktion verknüpft ist: Steigende Ölpreise wirken stützend, während fallende Preise die Kurse belasten.
Insgesamt bewegten sich die Sojabohnenpreise in einer engen Spanne und tendierten etwas schwächer. Der Fronttermin Mai 2026 schloss am 07.04.2026 an der Börse in Chicago bei umgerechnet 368,21 EUR/t, was auf Wochensicht einem Verlust von 5,96 EUR/t entspricht. Auch der Folgetermin Juli 2026 gab in der vergangenen Woche merklich nach und schloss bei 383,38 EUR/t, ein Minus von 5,59 EUR/t.
Zusätzliche Unsicherheit brachte der Iran-Konflikt, der zu einer insgesamt zurückhaltenden Haltung der Marktteilnehmer führte und moderate, aber schwankende Kursbewegungen zur Folge hatte. Ein stärkerer US-Dollar setzte die Preise ebenfalls unter Druck, da US- Agrarprodukte bei einer festeren Handelswährung für internationale Käufer teurer werden.
Auf der Angebotsseite dämpfte vor allem die hohe Verarbeitung von Sojabohnen in den USA das Aufwärtspotenzial der Kurse, da sie zu einem reichlichen Angebot an Sojaschrot und Sojaöl führte. Auch durchwachsene Exportzahlen konnten keine nachhaltige Unterstützung bieten. Gleichzeitig schreitet die Sojaernte in Brasilien weiter voran, während Marktteilnehmer auf neue Zahlen des US-Landwirtschaftsministeriums warten.
Der Markt bleibt somit stark von geopolitischen Entwicklungen und Energiepreisen abhängig. Das aktuelle Angebot ist ausreichend, was den Kursspielraum nach oben begrenzt.
Geopolitische Unsicherheit prägt Rapsmarkt
Die Rapskurse an der Euronext bewegten sich in der vergangenen Woche ohne klare Richtung. Ausschlaggebend waren vor allem die Unsicherheiten rund um den Iran-Konflikt und die Straße von Hormus. Die Kursentwicklung folgte eng den Schwankungen bei Rohöl und Pflanzenölen. Insgesamt zeigt sich der Markt stabil, aber die Unsicherheit ist weiterhin groß, wobei geopolitische Faktoren und Energiepreise derzeit mehr Einfluss haben als klassische Agrarfundamentaldaten.
An der Euronext in Paris schloss der Fronttermin Mai 2026 am 07.04.2026 bei 506,00 EUR/t, ein Minus von 8,25 EUR/t gegenüber der Vorwoche. Der spätere August 2026-Kontrakt notierte ebenfalls niedriger und schloss bei 500,75 EUR/t, was einem Rückgang von 7,25 EUR/t entspricht.
Die Canolakurse tendierten in der vergangenen Woche schwach und volatil. An der ICE in Winnipeg schloss der Fronttermin Mai 2026 am 07.04.2026 bei umgerechnet 447,44 EUR/t, ein Verlust von 9,31 EUR/t gegenüber Vorwoche. Belastend wirkten auch hier geopolitische Unsicherheiten, schwankende Öl- und Pflanzenölkurse sowie technische Verkaufssignale. Begrenzt wurde der Kursrückgang durch starke Verarbeitungsmargen und einem schwachen kanadischen Dollar.
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