Deutschland | Frische Lebensmittel | Index

Negative Teuerungsrate hielt im Frischebereich an

11.05.2026 (AMI) – Beim Einkauf frischer Lebensmittel zeigten sich im April erneut deutliche Verschiebungen. Während einige Warengruppen spürbar entlasteten, blieben andere unter Preisdruck – teils aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Die Verbraucher konnten frische Lebensmittel auch im April zu niedrigeren Preisen einkaufen. Insgesamt sparten sie bei ihrem Einkauf dieser Produkte, dem AMI-Frischeindex zufolge, 2,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Preissenkungen im Molkereibereich

Butter wurde in den führenden Discountern Ende April günstiger. Während ALDI den Preis für das 250 g Päckchen Deutsche Markenbutter im Basissortiment zuerst auf 1,09 EUR senkte, ging LIDL zur gleichen Zeit auf 1,05 EUR runter. Darauf reagierte ALDI und zog mit seinem Preis nach. Es scheint so, als hätten sich die beiden Discounter frühzeitig die Preisvorherrschaft sichern wollen. Dies hat ausnahmsweise jedoch nicht funktioniert, da beide die gleiche Idee hatten. Weitere Handelsketten folgten den Preisanpassungen. Vor einem Jahr war der Preis für Deutsche Markenbutter im Basissortiment des Lebensmitteleinzelhandels mit 1,99 EUR/250 g stabil geblieben. Streichmischfette wurden in der aktuellen Preisrunde ebenfalls günstiger und kosteten anschließend im Preiseinstiegssegment 1,05 EUR/250 g. Bei Bio-Butter erfolgte allerdings keine Anpassung, sodass diese weiterhin 2,69 EUR kostete.

Unverändertes Preisniveau bei Eiern zum Osterfest

Über die Osterfeiertage sind die Eierpreise stabil geblieben. Aufgrund der langen Kontraktlaufzeit erfolgen unterjährige Preisanpassungen nur in Ausnahmefällen. Das deutlich erhöhte Preisniveau gegenüber dem Vorjahr war damit weiterhin auf die Preisrunde zu Jahresbeginn zurückzuführen. Mit einem Plus vom 17,9 % waren die höheren Eierpreise jedoch der Haupttreiber im Frischebereich.

Mehr Informationen zu den Preisentwicklungen der anderen Warengruppen aus dem Frischebereich finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Agribusiness.

Beitrag von Judith Dittrich
Marktexpertin Verbraucherforschung

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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