Deutschland | Milchdauerwaren | Börsennotierungen

Preise für Pulver zumeist schwächer

18.06.2026 (AMI) – Mitte Juni überwogen im Handel mit Milchpulver bei ruhiger Nachfrage überwiegend rückläufige Preistendenzen.

Der Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität zeigte sich Mitte Juni von Zurückhaltung geprägt. Marktteilnehmer agierten überwiegend abwartend und hielten sich in Erwartung neuer Impulse mit Abschlüssen zurück. Auf der Käuferseite ist der Bedarf für das dritte Quartal größtenteils gedeckt, sodass zuletzt nur eine eingeschränkte Abschlussbereitschaft bestand. Die Nachfrage im EUBinnenmarkt verlief weiterhin verhalten. Auch im Exportgeschäft mit Drittländern ließ die Dynamik inzwischen nach. In den Vormonaten hatte die rege Nachfrage am Weltmarkt noch stützend gewirkt, was unter anderem auf das im Vergleich zu Wettbewerbern aus den USA und Ozeanien niedrigere Preisniveau zurückzuführen war. Dennoch kamen vereinzelt neue Abschlüsse zustande, wobei Verkäufer in den Preisverhandlungen zunehmend auf Widerstand stießen.

Auf der Angebotsseite stand aufgrund der hohen Produktionsmengen ausreichend Ware zur Verfügung, was zu einer erhöhten Bestandssituation beitrug. Die Werke haben ihre verfügbaren Mengen weitgehend platziert und arbeiteten zuletzt vor allem bestehende Auftragsbücher ab. Insgesamt stellte sich die Marktlage auf Anbieterseite je nach Handelsstufe und Herkunft unterschiedlich dar. Entsprechend blieb das Preisgefüge uneinheitlich, wobei schwächere Tendenzen überwogen.

Dementsprechend hat die Butter- und Käse-Börse in Kempten die Spanne für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität am 17.06.26 die vierte Woche in Folge gesenkt. Diese wurde gegenüber der Vorwoche am unteren Ende um 30 EUR und am oberen um 80 EUR auf 2.650 bis 2.850 EUR/t herabgesetzt.

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Beitrag von Dr. Kerstin Keunecke
Marktexpertin Milch und Milchprodukte

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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