Deutschland | Frische Lebensmittel | Index

Frische Lebensmittel bleiben weiterhin günstiger

25.06.2026 (AMI) – Im Frischebereich liegt die Teuerungsrate seit Oktober 2025 im negativen Bereich. Im aktuellen Monat vergrößert sich sogar nochmal der Preisabstand zum Vorjahr.

Basierend auf den ersten drei Juniwochen zahlen die Verbraucher, dem AMI-Frischeindex zufolge, 3,7 % weniger als im Vorjahr. Die beiden Warengruppen Eier und Milch/Milchprodukte zeigen dabei sehr gegensätzliche Preisentwicklungen. Währenddessen fallen die Entwicklungen in den anderen Bereichen moderater aus als noch die Monate zuvor.

Eier weisen mit Abstand die höchste Teuerungsrate unter den Warengruppen im Frischbereich auf. Dies ist noch immer auf die Preiserhöhungen zu Jahresbeginn zurückzuführen. Mit einem Plus von 18,0 % wirken sie den Preisnachlässen in anderen Warengruppen deutlich entgegen. In der Summe überwiegt jedoch weiterhin das niedrigere Preisniveau in mehreren Bereichen.

Günstigere Milch und Milchprodukte drücken Teuerungsrate

Im Gegensatz zu Eiern sind Milch und Milchprodukte die Warengruppe im Frischebereich mit dem größten Preisnachlass gegenüber dem Vorjahr. Die Verbraucher sparen hier aktuell 20,4 % gegenüber Juni 2025. Bisher sind jedoch keine neuen Preisrunden für diese Produkte in diesem Monat erfolgt. Das deutlich niedrigere Preisniveau resultiert aus den Entwicklungen der vergangenen Monate. Deutsche Markenbutter kostet unverändert 1,05 EUR/250 g. Sowohl auf den vorgelagerten Stufen als auch auf Verbraucherebene sind die Preise damit zum Monatswechsel stabil geblieben. Vor einem Jahr hat das Päckchen 94 ct/250 g mehr gekostet.

Preisnachlass bei Fleischwaren und Wurst

Einige Spezialitäten aus dem Bereich Fleischwaren und Wurst wurden zum Monatsanfang im Preis reduziert. Darunter fielen sowohl Artikel vom Schwein als auch vom Rind oder Geflügel. So ist der Preis für beispielsweise Edelsalami von 9,93 EUR/kg auf 9,27 EUR/kg zurückgegangen. Da es sich hierbei jedoch um Spezialitäten handelt und nicht um die Hauptprodukte, hat diese Preisanpassung bisher kaum einen Effekt auf die Warengruppe. Insgesamt liegen die Preise für Fleischwaren und Wurst im Juni etwa auf dem Vorjahresniveau.

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Beitrag von Judith Dittrich
Marktexpertin Gartenbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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