Deutschland | Schweine | Handel

Schlachtschweinepreis gibt nach

08.07.2026 (AMI) – Das Angebot an Schlachtschweinen hat zuletzt etwas abgenommen, auch die Schlachtgewichte sanken deutlich. Aus einigen Regionen wird entsprechend von einem ausgeglichenen Markt berichtet.

Andernorts gibt es dagegen noch immer größere Überhänge, für die kommenden Wochen werden zudem wieder mehr Tiere erwartet. Die größte Herausforderung bleibt allerdings der innereuropäische Fleischmarkt. Die Schlachtunternehmen berichten von großen Problemen in der Vermarktung und drosseln ihre Aktivitäten. Entsprechend gab es im Vorfeld der Notierung auch Forderungen nach deutlichen Abschlägen. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften hat die Preisempfehlung auf 1,40 EUR/kg gesenkt.

Der Handel mit Schweinefleisch ist weiterhin von einer ruhigen Nachfrage geprägt. Die verfügbaren Angebotsmengen sind in vielen Bereichen mehr als ausreichend. Mit Beginn der Urlaubszeit nimmt der Preisdruck zusätzlich zu. Zwar wurden die Aktionen im Schweinefleischbereich zuletzt ausgeweitet, sie zeigten jedoch kaum Wirkung. Nachbestellungen zur Bedarfsdeckung waren nicht erforderlich. Die Marktteilnehmer agieren insgesamt zurückhaltend, auch die Produktion in der Verarbeitungsindustrie läuft derzeit auf niedrigem Niveau. Insgesamt fehlen dem Markt spürbare Impulse.

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Beitrag von Dr. Tim Koch
Marktexperte Fleisch- und Geflügelwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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