Europa | Rohmilch | Anlieferung

EU-Milchanlieferung: Wachstum zur Jahresmitte abgeschwächt

27.08.2026 (AMI) – Die Milchanlieferung in der EU-27 lag im ersten Halbjahr 2026 deutlich über dem Vorjahresniveau. Vor allem die großen Erzeugerländer sorgten für höhere Rohstoffmengen. Im Juni schwächte sich das Wachstum jedoch spürbar ab, unter anderem infolge einer europaweiten Hitzewelle.

Den Molkereien in der EU-27 stand im Juni 2026 weiterhin mehr Rohstoff für die Verarbeitung zur Verfügung als ein Jahr zuvor. Nach einer ersten Hochrechnung der AMI auf Basis nationaler Statistiken und Veröffentlichungen der EU-Kommission wurden EU-weit rund 12,9 Mio. t Milch erfasst und damit 1,9 % mehr als im Vorjahresmonat. Umgerechnet auf einen Standardmonat mit 30,5 Tagen belief sich die Anlieferungsmenge im Juni auf 13,2 Mio. t.

Die Dynamik der EU-Milchanlieferung hat sich damit im Juni weiter abgeschwächt. Nach dem Überschreiten der saisonalen Milchspitze im Mai gingen die Mengen ohnehin tendenziell wieder zurück. Zusätzlich trugen aber vor allem die Entwicklungen in den mengenmäßig bedeutenden Milcherzeugerländern dazu bei, dass das Wachstum gegenüber 2025 geringer ausfiel als in den Vormonaten. Während zu Jahresbeginn in den meisten Mitgliedstaaten noch überwiegend expansive Tendenzen vorherrschten, kehrte sich die Entwicklung im Juni teilweise um. Das war insbesondere in Frankreich und Irland der Fall, wo die Milchanlieferung zur Jahresmitte unter dem Vorjahresniveau lag. In Frankreich belief sich das Minus im Juni auf 0,9 % und in Irland auf 3,2 %. Insgesamt wiesen im Juni elf Mitgliedstaaten rückläufige Milchmengen im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. In den Monaten zuvor waren es lediglich sechs bis acht. Darüber hinaus verringerte sich in mehreren Mitgliedsländern im Juni der Vorsprung gegenüber dem Vorjahr, darunter in Deutschland, den Niederlanden, Polen und Österreich und trug so zur Reduzierung des Wachstums auf EU-Ebene bei. Zur Jahresmitte wurde das Milchaufkommen in vielen Regionen durch die europaweite Hitzewelle und Trockenheit gedämpft. Die hohen Temperaturen führten bei den Milchkühen zu Hitzestress, wodurch die Milchleistung zurückging.

Wie entwickelte sich die Milchanlieferung in den EU-Mitgliedstaaten im ersten Halbjahr im Detail? Welche Erzeugerländer wiesen Zuwächse, welche Rückgänge beim Milchaufkommen auf? Antworten auf diese Fragen finden Sie in einer ausführlichen Analyse im Markt aktuell Milchwirtschaft. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!

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Beitrag von Michelle Kuhn
Produktmanagerin Milchwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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