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Guter Marktverlauf reichte wohl bis auf Produktionsebene

13.06.2017 (AMI) – An der aktuellen Frühjahrsausgabe der AMI Anbauerhebung Produktions- & Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau (PWZ) nahmen mehr als 250 Betriebe teil, die es insgesamt auf eine geschützte Fläche von rund 265 ha brachten. Die erfasste Freilandfläche war mit gut 409 ha vor allem durch die Herbstkulturen aus dem Beet- & Balkonsortiment größer.

Zufrieden und erwartungsvoll

Im Überblick über alle Meldungen zur Geschäftsentwicklung in der Rück- und Vorschau lässt sich sagen, dass die positiven Erwartungen an den Zeitraum Oktober 2016 bis Februar 2017 nahezu erfüllt wurden.

Passend zu den guten gemeldeten Geschäftsverläufen berichteten die Teilnehmer der aktuellen PWZ von positiven Preisentwicklungen für die Eigenproduktion. Die Beurteilungen waren sogar noch ein wenig besser als ein Jahr zuvor. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass der auf Endverbraucherebene immer weiter fortschreitende Preisanstieg zumindest teilweise auch in den Betrieben ankommt, sich also durch die Wertschöpfungskette zieht.

Die auf Einzelkulturebene gemeldeten Umsatzentwicklungen sprechen im Durchschnitt für Schnittblumen und das Herbstsortiment der Beet- & Balkonpflanzen von positiven Entwicklungen, während die Umsätze mit Zimmerpflanzen schwächer eingeschätzt wurden.

Produktionsmengen sollen 2017 steigen

Im Schnittblumenbereich berichteten die Teilnehmer von einer geplanten Ausweitung der Produktion unter Glas und auch im Freiland. Die Menge an blühenden Zimmerpflanzen soll 2017 ausgeweitet werden, während die an grünen Zimmerpflanzen eingeschränkt werden soll. Die geplante Steigerung bei den Herbstkulturen aus dem Beet- & Balkonbereich, fällt mit 5 % deutlich aus und erstreckt sich über weite Teile des abgefragten Sortiments.

Positiver Marktverlauf bestätigt

Die schon auf Basis der Septemberdaten prognostizierte gute Entwicklung bestätigte sich nach dem Gesamtjahr 2016. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI, Bonn) wuchs der Gesamtmarkt um rund 2,5 % auf ein Volumen von gut 8,7 Mrd. EUR (zu Einzelhandelspreisen). Erfreulich ist dabei, dass alle acht Marktsegmente ihr Vorjahresergebnis verbessern konnten, was sich insgesamt in durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben von 106 EUR zeigte. Durch die durchaus positiven Beurteilungen der Produktionsgärtner ist davon auszugehen, dass das Plus sich durch die Handelsstufen zog und zumindest teilweise in den Betrieben ankam.

Behalten Sie den Überblick

Neben den detaillierten Ergebnissen der Frühjahrserhebung können Sie im AMI Markt Report Anbauerhebung Zierpflanzen Frühjahr 2017

Das Verhalten der privaten Verbraucher wird hier genauso betrachtet, wie die Entwicklung der Einkaufsstätten oder die Anbauentwicklungen auf Kulturebene. Neben einem Überblick über den Gesamtmarkt erstrecken sich die Analysen bis auf die Marktsegmente Schnittblumen, Zimmerpflanzen und Beet- & Balkonpflanzen.

Rundum informiert

Wie sich das Jahr 2016 für alle 8 Segmente im Markt für Blumen und Zierpflanzen entwickelte und wie sich diese Entwicklungen im Zeitverlauf darstellen erfahren Sie in den Markt Charts Zierpflanzen 2016. Hier wird neben dem Gesamtmarktverlauf und dem Außenhandel auch die Entwicklung des privaten Verbrauchs detailliert beleuchtet. Zusätzliche Erkenntnisse bietet die Analyse der privaten Ausgaben in Gegenüberstellung zu den privaten Einkaufsmengen.

Beitrag von Britta Tröster

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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